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Trainer Pat Cortina im Interview
"Fans werden ein großer Faktor sein"
Pat Cortina möchte mit dem EHC Red Bull München die 1. Playoff-Runde erreichen.
351 Pflichtspiele hat Chefcoach Pat Cortina bislang für den EHC hinter der Bande absolviert. Seit September vergangenen Jahres ist er zudem Bundestrainer der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Als Tabellenzehnter wären seine Münchner derzeit für die Playoffs qualifiziert. Jetzt stehen zwei wahre Herkulesaufgaben für den EHC an. Zunächst geht es am Freitag gegen den Deutschen Meister Eisbären Berlin (8. März, 19.30 Uhr, Olympia-Eisstadion), am Sonntag steht dann das letzte Hauptrundenspiel bei den Hamburg Freezers (10. März, 14.30 Uhr, O2 World) auf dem Programm. Cortina sprach vor den entscheidenden Duellen über die Identität der Mannschaft und seine Wahlheimat München.
Pat, das Saisonfinale könnte für den EHC nicht spannender sein. Allerdings warten jetzt mit Berlin und Hamburg zwei harte Brocken. Wie bewertest du die Chancen, in die 1. Playoff-Runde einzuziehen?
Pat Cortina: "Also zunächst muss man konstatieren: Aktuell stehen wir auf einem Playoff-Platz. Und wir haben heuer schon mehrmals bewiesen, dass wir auch gegen Top-Teams bestehen können. Es wäre doch schön, wenn wir die entscheidenden Punkte ausgerechnet gegen die besten Teams der Liga holen."
Mit welcher Taktik gehst du in die Spiele?
"Wir müssen versuchen, uns nicht zu sehr von der Tabellenkonstellation beeinflussen zu lassen. Jeder weiß, wie wichtig diese Begegnungen sind. Wir sind dann erfolgreich, wenn wir einfach spielen und hart arbeiten. Dies ist unsere Identität, die wir leben müssen. Das ist der Schlüssel. Wir dürfen uns von nichts ablenken lassen. Der Fokus muss auf unserem Spiel liegen."
Bislang konnte der EHC in dieser Saison noch nicht gegen Berlin oder Hamburg gewinnen. Dennoch bist du optimistisch, dass es am kommenden Wochenende klappt.
"Natürlich sind Berlin und Hamburg zwei sehr gute Teams. Aber Nürnberg und Mannheim sind auch sehr gute Mannschaften und wir hatten unsere Chancen. In den beiden letzten Spielen war nicht entscheidend, was Nürnberg oder Mannheim gemacht hat, sondern was wir nicht gemacht haben. Es ist müßig, die Tabellensituation immer und immer wieder durchzuspielen. Aktuell stehen wir auf einem Playoff-Platz, wir haben es also selbst in der Hand."
Nach der letzten Partie gegen Nürnberg hast du dich in der Pressekonferenz speziell bei den Zuschauern bedankt. Weshalb?
"Wir haben zwar nicht das größte Stadion der Liga, aber mit die besten Fans in ganz Deutschland. Letzte Woche waren vielleicht einige Zuschauer sauer, als wir gegen Nürnberg 1:4 zurücklagen. Aber sie haben uns trotzdem angefeuert. Das ist einfach unglaublich. Mit ihrem Enthusiasmus haben sie uns sicherlich einen entscheidenden Impuls gegeben, um wieder ins Spiel zurückzukommen. Die Fans werden am Freitag gegen Berlin ein sehr großer Faktor sein."
Du bist, mit einer mehrmonatigen Unterbrechung, seit 2006 in München. Wie sehr hast du dich an die Stadt und das Umfeld hier gewöhnt?
"Die Jahre in München waren für mich beruflich und persönlich die wichtigsten meines Lebens. Das alles ist in den letzten Jahren meine Heimat geworden und macht einen großen Teil von dem aus, was ich bin. Deshalb werde ich auch als Bundestrainer in München wohnen bleiben."
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