
Donnerstag, 15. Oktober 2026 |
DEL Vorschau, 9. Spieltag: Red Bull München zu Gast bei den Eisbären Berlin
Unsere Form
Mit drei Siegen aus den letzten vier Partien zeigt unser Trend insgesamt nach oben. Zuletzt gaben die Red Bulls auch dank eines erneut starken Powerplays und neuformierter Sturmreihen beim 4:3-Sieg in Schwenningen die richtige Antwort auf die Derbyniederlage zuvor gegen Ingolstadt.
Vor allem das Zusammenspiel zwischen Dominik Kahun, dem ein Doppelpack gelang, und Taro Hirose funktionierte im Schwarzwald sehr gut. Beide liefen erstmals zusammen auf. Eine Option für die Zukunft? „Ja, auf jeden Fall. Dominik ist ein großartiger Spieler. Er ist immer in der Lage, mit der Scheibe etwas anzufangen. Das macht es leicht für mich“, so Hirose.
Gut möglich, dass beide auch in Berlin zusammen mit Tobias Rieder eine Sturmformation bilden. „Unser erstes Spiel zusammen war gut. Daran wollen wir anknüpfen und weiter eine gemeinsame Chemie auf dem Eis entwickeln“, betont unsere Nummer 17.
1:4 | Traumpass von Taro Hirose und Dominik Kahun netzt erneut ein
// IN-GAME-VIDEO
Der Gegner
Auch die Eisbären wissen natürlich um die Stärken von Kahun, Hirose und Rieder. Doch beim amtierenden Champion läuft es auch in dieser Saison schon wieder glänzend. Der neue Trainer Éric Dubois, der das Amt von Meistermacher Serge Aubin übernahm, führte sein Team mit 20 Punkten nach acht Spielen auf Platz eins der PENNY DEL. Zudem stellen die Berliner mit 31 Toren die beste Offensive und mit erst zwölf Gegentreffern auch die stabilste Defensive. In der Champions League läuft es nach Startproblemen ebenfalls gut: Am Mittwochabend gelang ein 2:1-Erfolg gegen Klagenfurt.
Die Abwehrleistungen sind dabei eng verbunden mit zwei Neuzugängen. Der kanadische Verteidiger Brandon Davidson (kam von Kometa Brno) räumt bislang alles weg und im Tor überzeugt Jonas Neffin, der aus der DEL2 von den Eisbären Regensburg kam. Der 26-jährige Iserlohner zeigt herausragende Leistungen und war bisher kaum zu überwinden.
Im Sturm geht alles weiter wie gehabt. Bedeutet: Ty Ronning und Liam Kirk punkten konstant und sorgen für jede Menge Tore. Kirk führt mit fünf Treffern und elf Assists die ligaweite Scoringliste an, sein kongenialer Sturmpartner folgt mit sieben Toren und fünf Vorlagen direkt dahinter. Auch der pfeilschnelle Jean-Luc Foudy (kam nach Saisonstart von den Iowa Wild) hat sich mit sechs Zählern in sechs Spielen glänzend eingefügt.

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Das letzte Hauptrundenspiel der Saison 2025/26 in Bildern (15.03.2026)
Gabriel Fontaine, der nach einem Jahr in München zurück in die Hauptstadt wechselte, konnte sich mit erst drei Assists in fünf Partien dagegen noch nicht so richtig in Szene setzen.
Das Duell
Vier Heimspiele, vier Siege, 17:3 Tore: Die Eisbären erwischten vor allem zuhause einen Traumstart und werden wie gewohnt mit viel Dampf und Offensivpower aus der Kabine kommen. Aber die Red Bulls wollen sich wie immer in Berlin keinesfalls verstecken, sondern selbst über alle vier Reihen den Weg nach vorne suchen und spielerisch Akzente setzen.
In diesem Zusammenhang wird es für uns darum gehen, die richtige Balance zwischen Abwehr und Angriff zu suchen – und zu finden. Denn zu viele Scheibenverluste in der Vorwärtsbewegung sind gerade gegen die schnellen und technisch starken Angreifer der Gastgeber extrem gefährlich. Zu viele Kontersituationen werden sich früher oder später rächen, dafür weist die Berliner Offensive zu viel Qualität auf.
Spieler im Fokus
Mit zehn Scorerpunkten ist Taro Hirose einmal mehr unser bislang bester Punktesammler. So ganz zufrieden ist er bislang aber noch nicht. „Ich habe einige Chancen liegenlassen und hätte mehr Tore schießen können“, sagt er selbstkritisch. Bislang steht der Münchner Stürmer bei einem Tor und bereits neun Vorlagen. „Trotzdem denke ich, dass ich einen guten Start hatte – mit einigen kleineren Höhen und Tiefen. Also ähnlich wie wir als Mannschaft.“

Vielleicht klappt es ja gegen Berlin mit Saisontor Nummer zwei. Dort dürfte allerdings der bislang heißeste Torhüter der Saison auch am Freitag zwischen den Pfosten stehen. Denn Jonas Neffin holte bei seinen bislang fünf Einsätzen im Berliner Kasten sage und schreibe vier Shutouts. Mit einer Fangquote von 99,16 Prozent und einem Gegentorschnitt von 0,2 kommt der aktuelle „Spieler und Torhüter des Jahres“ der DEL2 auf irre Werte.
Wie wollen unsere Jungs Neffin also knacken? Hiroses Rezept klingt simpel: „Wir müssen eigentlich dasselbe machen, wie immer: Viele Scheiben zum Tor bringen und für viel Verkehr vor ihm sorgen, so dass es für ihn schwer ist“, lautet seine Erfolgsformel.
Zahlen und Fakten
Am Freitagabend steigt das 85. Duell zwischen München und Berlin. 48-mal behielten bislang die Red Bulls die Oberhand, 36-mal gingen die Eisbären als Sieger vom Eis (Torverhältnis: 259:228 pro München).
Bis auf das letzte Aufeinandertreffen waren die letzten fünf Partien gegeneinander allesamt heiß umkämpft und endeten mit lediglich einem bzw. zwei Toren Unterschied. In der vergangenen Saison gewannen wir die ersten beiden Duelle mit 3:2 und 3:1, danach holten die Bundeshauptstädter zwei Siege (3:2, 5:1).
Spieltagsinfos
Gespielt wird ab 19:30 Uhr in der Berliner Uber Arena am Uber Platz in Berlin Friedrichshain. Übertragen wird die Partie auf MagentaSport und natürlich sind wir wie gewohnt im Liveblog auf unserer Website und in der App mit dabei.

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