
Donnerstag, 22. Oktober 2026 |
DEL Vorschau, 11. Spieltag: Red Bull München empfängt die Iserlohn Roosters
Unsere Form
Auch am vergangenen Wochenende zeigten die Red Bulls zwei unterschiedliche Gesichter. Auf einen starken Auftritt samt Auswärtssieg bei Meister Eisbären Berlin folgte eine Niederlage bei den Nürnberg Ice Tigers – aufgrund eigener Unzulänglichkeiten. „Dass wir nicht glücklich waren mit der Leistung und dem Ergebnis in Nürnberg, ist klar. Wir haben zu viele individuelle Fehler gemacht. Das darf uns nicht passieren. Das ist nicht unser Standard“, machte Maxi Kastner klar.
Dies sei auch unter der Woche ein großes Thema im Training gewesen. „Wir haben Sachen angesprochen und Videomaterial angeschaut – daraus haben wir unsere Lehren gezogen. Wir schauen nicht mehr nach hinten, sondern nach vorne. Wir sind bereit für das kommende Wochenende“, betonte unsere Nummer 93.
Highlights: Eisbären Berlin vs. EHC Red Bull München (16.10.2026)
// Highlights
An diesem wollen wir auch tabellarisch wieder einen Schritt nach vorne machen. Mit 18 Punkten liegen wir als Tabellenfünfter nur zwei Zähler hinter den zweitplatzierten Straubing Tigers. Spitzenreiter Eisbären Berlin ist fünf Punkte weg. Überhaupt gilt: Alle Teams der Penny DEL sind nach erst zehn bzw. zum Teil elf Spielen noch dicht beieinander.
Der Gegner
Etwas aufpassen müssen aber bereits die Iserlohn Roosters. Der Tabellenletzte (neun Punkte) braucht dringend Siege, um nicht frühzeitig den Abstand auf die vorderen Plätze zu groß werden zu lassen. Aber: Die Sauerländer zeigen aufsteigende Tendenz.
Nachdem der Saisonstart mit vier Niederlagen am Stück schiefging, gewann Iserlohn drei der vergangenen fünf Partien. Unter anderem gelang ein 4:2-Erfolg gegen die Kölner Haie. Allerdings fing man sich auch eine empfindliche 4:11-Schlappe in Straubing ein. Ohnehin läuft es in fremden Arenen noch gar nicht. In fünf Spielen holte das Team von Trainer Stefan Nyman noch nichts Zählbares (7:27 Tore) – auch aufgrund des schwachen Unterzahlspiels (insgesamt 67,65 Prozent Erfolgsquote, kein Team ist anfälliger).
Der ehemalige Münchner Verteidiger Emil Johansson, der aus Dresden an den Seilersee wechselte, konnte die Roosters-Defensive bislang ebenso wenig stabilisieren wie Mac Hollowell. Der neu verpflichtete Kanadier (zuletzt CSKA Moskau), der seine Stärken aber ohnehin eher im Spiel nach vorne hat, brachte starke Referenzen und viel Erfahrung aus der KHL und AHL mit.
Auch im Sturm verstärkte sich Iserlohn durchaus namhaft. In Justin Scott (Straubing) und Cole Maier (Nürnberg) konnten zwei Mittelstürmer verpflichtet werden, die ihre Qualitäten in der PENNY DEL über Jahre bereits nachgewiesen haben. Bislang auffälligster Neuzugang ist aber Peter Quenneville. Der Flügelstürmer kehrte aus Finnland (Ilves Tampere) zurück nach Deutschland und gilt als echter Torjäger. In der Saison 2021/22 spielte der Kanadier bereits für die Lausitzer Füchse und wurde mit 34 Treffern und 85 Zählern bester Torjäger und Top-Scorer der gesamten DEL2.

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Unser Auswärtsspiel bei den Roosters in Bildern (04.03.2026)
Jetzt führt Quenneville gemeinsam mit Julian Napravnik (beide acht Punkte) auch die interne Punkteliste der Roosters an.
Das Duell
„Wir wollen viel kompakter sein, noch mehr Druck auf den Gegner ausüben und mit der Scheibe schneller nach vorne spielen“, gab Kastner die Münchner Marschroute für den Freitagabend vor.
So wollen wir den vermutlich kompakten Abwehrblock der Roosters ins Laufen bringen, auseinanderziehen und zu Fehlern zwingen. Die entstehenden Torchancen gilt es dann effektiver als zuletzt zu nutzen. Gleichzeitig dürfen wir wie immer gegen Teams aus den hinteren Tabellenregionen keine Konter zuzulassen. Schließlich wollen und müssen wir die drei Zähler unbedingt in München behalten.
Auch Kastner weiß: „Das sind Spiele, die wir gewinnen müssen. Wenn wir da Punkte liegen lassen, kann uns das in der Tabelle am Ende der Saison wieder wehtun. Wir wollen ein Sechs-Punkte-Wochenende einfahren.“
Spieler im Fokus
Unser Rekordspieler (aktuell 597 DEL-Spiele für die Red Bulls) wird aller Voraussicht nach noch in diesem Monat die 600er-Marke knacken – allerdings in anderer Rolle als in den vergangenen Jahren. Denn der etatmäßige Stürmer, der bereits in den Playoffs der letzten Saison teilweise als Abwehrspieler auflief, wurde mit Beginn dieser Spielzeit komplett zum Verteidiger umfunktioniert.

„Natürlich war es eine große Umstellung“, gibt er zu. „Aber ich bin glücklich mit der Rolle, fühle mich wohl und habe mich gut eingefunden“, so sein erstes Fazit nach zehn Spielen. „Ab und zu kommt noch das Stürmer-Gen raus. Aber in unserem System ist es ja ohnehin oft so, dass man als Verteidiger auch vorne mithilft“, beschreibt er.
Kasti verteidigt bislang an der Seite von Ville Pokka – und unser Finne wird am Freitag in Joonas Nättinen auf einen früheren Teamkollegen bei der finnischen Nationalmannschaft treffen. Beide gewannen 2022 in Peking die olympische Goldmedaille. Der erfahrene Angreifer (zuletzt Kapitän bei Ilves Tampere) läuft erst seit zwei Partien für die Roosters auf. Der 35-Jährige soll in Iserlohn seine Führungsqualitäten einbringen und auch offensiv wieder in Erscheinung treten.
Zahlen und Fakten
In der vergangenen Runde konnten wir drei von vier Partien gegen die Roosters für uns entscheiden. Vor allem Jeremy McKenna hatte dabei seinen Spaß. Unser Angreifer erzielte insgesamt fünf Tore und steuerte beim 6:0-Erfolg am 11. Januar einen Dreierpack bei.
Bisher gewann München 43 von 65 Aufeinandertreffen (228:168 Tore). Aber: Bis auf den erwähnten Kantersieg zum Jahresbeginn endeten die letzten zehn Aufeinandertreffen mit maximal zwei Toren Unterschied.
Spieltagsinfos
Die Mystery Tickets für unser Heimspiel gegen Iserlohn sind nicht mehr erhältlich. Allgemein sind derzeit lediglich wenige Resttickts für die Partie verfügbar. Außerdem steht euch ab sofort bei Block 16 eine neue, zentral gelegene Pfandrückgabestation zur Verfügung. Sie ist ab Stadionöffnung bis 30 Minuten nach Veranstaltungsende besetzt und ermöglicht die Rückgabe von Mehrwegbechern und -geschirr. Das Pfand kann weiterhin an allen Kiosken – einschließlich der Mobile-Order-Fenster – zurückgegeben werden.
Übertragen wird die Partie auf MagentaSport und natürlich sind wir wie gewohnt im Liveblog auf unserer Website und in der App mit dabei.

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