Ein Urgestein sagt „Servus“: Konrad Abeltshauser verlässt die Red Bulls
Freitag, 24. April 2026 |

EHC Red Bull München: Konrad Abeltshauser verlässt die Red Bulls

Ein Urgestein sagt „Servus“: Konrad Abeltshauser verlässt die Red BullsDanke, Koni!// PERSONALNach über zehn gemeinsamen Jahren und fast elf Spielzeiten verabschiedet der EHC Red Bull München einen ganz besonderen Spieler. Verteidiger Konrad Abeltshauser wird in der neuen Saison nicht mehr das Trikot der Red Bulls tragen.
Im Sport gibt es oft Abschiede, die unter die Haut gehen. Solche, die man kaum greifen kann und erst realisiert, wenn sie vollzogen sind. Dieser von Konrad Abeltshauser ist genau so einer. Mehr als zehn Jahre lang war sein Name untrennbar mit den Farben unseres Clubs verbunden. Zur Saison 2026/27 gehen beide Seiten nun getrennte Wege.
Koni sagt „Servus“
// EINE NACHRICHT AN EUCH
Christian Winkler, Managing Director Sports Red Bull Eishockey, sagt: „Das in Worte zu fassen, was Koni bei uns auf und neben dem Eis geleistet hat, ist praktisch unmöglich. Er war in jeder Situation ein echtes Vorbild für Alt und Jung. Wir können ihm nur Danke sagen für zehn Jahre Ehrlichkeit, Leidenschaft und absolute Hingabe. Wir wünschen ihm und seiner tollen Familie weiterhin viel Erfolg und eine erfolgreiche Zukunft.“
Der Beginn einer Erfolgsbeziehung
Der gebürtige Bad Tölzer wechselte im Januar 2016 von den Chicago Wolves (AHL) zu den Red Bulls. Mit im Gepäck neben seiner Ausrüstung: bayerische Lebensfreude, sein unverkennbarer Dialekt, eine nahbare Mischung aus Bodenständigkeit und Herzlichkeit. Der Koni eben – woraus später unter anderem ganz selbstverständlich „Kini“ oder „King Koni“ wurde.
Foto Koni
Vor ihm sollte ein besonderer Lebensabschnitt liegen. Denn aus dem damals 23-jährigen Eishackler, der seine damalige kanadische Freundin und heutige Ehefrau Erica mit nach Deutschland brachte, ist inzwischen ein zweifacher Familienvater geworden.
Mit seiner offenen und bodenständigen Art machte sich der Ur-Bayer in unserem Club einen Namen. Schnell war klar: Abeltshauser und Red Bull München? Das passte – wie süßer Senf auf bayerischen Leberkas oder wie der Schaum auf einem frischen Hacker-Pschorr-Bier.
Auch bei unseren Fans kam der großgewachsene Hüne gut an: immer für einen guaden Ratsch auf Augenhöhe zu haben, immer für eine gute Anekdote mit einer Prise seines trockenen Humors. Und: Keiner trägt die bayerische Tracht samt Taschenuhr so stilecht wie Koni!
Foto Koni
Vier Meistertitel und „DEL-Verteidiger des Jahres“
Doch die Wahrheit eines Eishockeyprofis liegt bekanntlich auf dem glatten Untergrund. Auch hier fand die Abwehrkante auf Anhieb ihren Platz. Nur drei Monate nach seiner Ankunft feierte Abeltshauser auswärts bei den Grizzlys Wolfsburg den ersten Titelgewinn mit Red Bull München. Unsere legendäre Nummer 16 ließ drei weitere Meisterschaften folgen.
Insgesamt absolvierte Koni, der 2017 zum „DEL-Verteidiger des Jahres“ ausgezeichnet wurde, 571 Spiele im deutschen Eishockey-Oberhaus für unseren Verein. Damit liegt er im Allzeit-Ranking unseres Clubs hinter Maximilian Kastner (587 Partien) auf Platz zwei. In dieser Zeit sammelte er 240 Scorerpunkte, bestehend aus 57 Toren und 183 Vorlagen.
Zudem stand Abeltshauser 63-mal in der Champions League auf dem Eis, mehr Einsätze in der Königsklasse hat kein anderer Spieler in unserer Organisation vorzuweisen.
Mitglied im Münchner Erfolgs-Quartett
Übrigens: Nur Daryl Boyle, Danny aus den Birken und Kastner waren ebenfalls bei allen unseren vier Titelgewinnen mit dabei. Es verwundert daher nicht, dass über die gemeinsame Zeit besondere Beziehungen entstanden sind. „Ich kenne den EHC Red Bull München ohne den Kasti gar nicht, er ist schon immer mit mir da. Es ist schön, dass man einen alten Weggefährten hat“, so Koni im Januar dieses Jahres zu seinem zehnjährigen Jubiläum.
Foto Koni
Auch das Verhältnis zu Boyle ist ein ganz spezielles. „Er ist bis heute einer meiner engsten Freunde. Er war auch lange da und war der Mr. München, bis ihn der Kasti abgelöst hat. Es war auch schön, weil ich mit ihm gewachsen bin. Damals war noch keiner verheiratet oder hatte Kinder und dann sieht man, wie die Familie wächst. Das ist einfach etwas ganz Besonderes“, beschreibt Abeltshauser.
„Es ist Wahnsinn, wenn man zurückblickt“
Gemeinsames Wachstum ist ohnehin ein entscheidender Punkt, welcher die gemeinsame Reise von Koni und den Red Bulls beschreibt. Denn vor zehn Jahren war unser Trophäenschrank noch leer und an den SAP Garden nicht zu denken.
Beides sollte sich ändern – der Schrank füllte sich und wir bekamen ein neues Zuhause. „Ich war dabei, wie alles gewachsen ist und wie der SAP Garden entstanden ist. In den zehn Jahren ist echt viel passiert, wir haben vier Meisterschaften geholt. Es ist schon Wahnsinn, wenn man zurückblickt“, sagte er Anfang dieses Jahres.
Konis Top-3-Highlights
Und natürlich gibt es Momente und Erinnerungen, die bleiben. „Die dritte Meisterschaft war ein Highlight für mich, zuhause in Spiel sieben gegen Berlin. Meine Familie und alle meine Freunde waren im Stadion. Das war natürlich der Wahnsinn“, blickte er zurück. „Auch ein Highlight war das Champions-League-Finale in Göteborg“, fährt Koni fort.
Und Nummer drei? Ganz klar, der 27. September 2024: „Das Eröffnungsspiel im SAP Garden“, so Abeltshauser. Mit einer kleinen Einschränkung: „Wobei ich sagen muss, dass das erste DEL-Heimspiel gegen Wolfsburg fast noch ein bisschen emotionaler gewesen ist, weil die Arena voll mit unseren Fans war. Das hat man richtig gespürt – das war auch ein ganz besonderer Moment“, schwärmt er.
Foto Koni
Viel mehr als nur ein besonderer Moment mit dir waren die vergangenen zehn Jahre, Koni. Wir haben uns Seite an Seite entwickelt und große Erfolge gefeiert. Unser Club ist immer größer geworden – nicht nur mit dir, sondern auch wegen dir.
PFIAT DI UND VIELEN DANK FÜR ALLES, KONI!
Grafik Koni
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