Trotz deines noch jungen Alters hast du in der abgelaufenen Spielzeit auch schon Erfahrung im Ausland gesammelt. Wie war die Zeit in der OHL in Kanada, wo du über 20 Spiele bestritten hast?
Kaiser: „Ich wurde 2023 von den Peterborough Petes als Import gedraftet. Mein Agent hat mir gesagt, dass es eine gute Gelegenheit wäre, diese Erfahrung mitzunehmen. Es ist die beste Ausbildungsliga der Welt. Natürlich war es etwas anderes, als in Salzburg, aber ich kann nur Gutes sagen. Ich habe viel Eiszeit bekommen und wurde fair behandelt. Außerdem durfte ich bei einer sehr netten Gastfamilie leben, zu der ich noch guten Kontakt habe.“
Hast du dort große Unterschiede zum Eishockey hierzulande festgestellt?
Kaiser: „Da die Eisfläche dort drüben kleiner ist, ist das Spiel schneller. Du musst schnellere Entscheidungen treffen, du nutzt die Bande mehr, du nutzt das Glas mehr. Du musst den Kopf immer oben haben, sonst kann es auch schnell mal einschlagen. Ich persönliche hatte auch mehrere Fights, was in Deutschland eher unüblich ist. Dort herrscht ein rauer Ton.“
Das heißt, dass du nicht vor körperlichen Auseinandersetzungen zurückschreckst?
Kaiser: „Gar nicht, ich hatte in meinem zweiten Spiel meinen ersten Fight. Ich würde es nicht provozieren, aber auch nicht davor zurückschrecken. Aber man muss sich bewusst sein, dass es auch gefährlich sein kann.“
Wie würdest du deinen Spielstil als Verteidiger beschreiben?
Kaiser: „Herausstechend ist die Physis, die ich mitbringe. Ich probiere jeden Zweikampf zu gewinnen. Ich möchte einen schnellen ersten Pass spielen, für Sicherheit hinten sorgen und offensiv Situationen kreieren, wenn es sich anbietet.“