
Mittwoch, 11. März 2026 |
EHC Red Bull München: Torjäger DeSousa meldet sich zurück
Er ist wieder da! Mit Chris DeSousa ist unser torgefährlichster Stürmer der vergangenen drei Jahre endlich wieder fit, nachdem er aufgrund einer Oberkörperverletzung zwei Monate lang zuschauen musste.
Und gegen Wolfsburg trat der Münchner Goalgetter sofort in Aktion. Nach einem tollen Pass von Kapitän Patrick Hager schob Sous in der 57. Minute mit seinem zwölften Saisontor zum 4:1-Endstand ein und besorgte damit die Entscheidung.
4:1 | Entscheidung durch Chris DeSousa
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Ein besonderes Comeback
Entsprechend zufrieden war unser Rückkehrer nach der Partie. „Es fühlt sich großartig an, zurück zu sein. Ich habe mich überraschend gut gefühlt. Die harte Arbeit im Training in den letzten beiden Monaten hat sich ausgezahlt“, strahlte er mit seinem kleinen Sohn Banks auf dem Arm im kurzen Interview bei MagentaSport. „Ich habe die Spiele mit ihm zusammen geschaut. Ich denke, dass er wohl vergessen hat, dass ich Teil des Teams bin“, so DeSousa mit einem Lachen.
Außerdem war noch jemand am Freitag seinetwegen erstmals im ausverkauften SAP Garden. „Meine Tochter ist acht Tage alt, sie ist heute zu ihrem ersten Spiel hier“, verriet er. „Es ist schön, jetzt vor ihnen zu spielen.“ Und die kleine Livvi sah gleich bei ihrem ersten Eishockeybesuch ein Tor ihres Daddys und eine erfolgreiche Aufholjagd der Red Bulls. Was für eine Premiere!
Highlights: EHC Red Bull München vs. Grizzlys Wolfsburg (06.03.2026)
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Starke Zahlen trotz langer Ausfallzeit
Dabei verlief die Hauptrunde für den Kanadier selbst ziemlich schwierig. Der 35-Jährige, der die vergangenen vier Spielzeiten in Deutschland kaum ausfiel, verpasste aufgrund von Verletzungen und einer Zwei-Spiele-Sperre fast die Hälfte der Saison. „Es ist ein schwieriges Jahr für mich“, so DeSousa.
Dennoch kommt er in bislang 26 Spielen auf starke 24 Scorerpunkte, darunter zwölf Tore. Vermutlich hätte er ohne seine Ausfälle auch in dieser Spielzeit erneut die Marke von 20 Treffern geknackt. Dies gelang ihm nämlich in allen seinen vier DEL-Jahren zuvor.
Nicht umsonst ist DeSousa mit insgesamt 92 Toren in seinen 203 Einsätzen für die Red Bulls nicht nur unser Torschütze Nummer eins in diesem Zeitraum, sondern auch einer der besten Stürmer der PENNY DEL in den letzten Jahren. Hinzu kommen auch noch 84 Assists.

„Hilft mir, um zu den Playoffs wieder richtig durchzustarten“
Zwölf seiner 92 Treffer für München gelangen ihm in den Playoffs - also dann, wenn es richtig zur Sache geht. Insofern war das Duell mit seinem Ex-Club Wolfsburg ideal, um wieder reinzukommen. „Das war ein großer Comeback-Sieg gegen mein altes Team“, beschrieb er und ergänzte: „So ein Spiel hilft mir, um zu den Playoffs wieder richtig durchzustarten.“
Am Freitag im Heimderby gegen die Straubing Tigers und am Sonntag zum Hauptrundenabschluss bei den Eisbären Berlin hat DeSousa noch einmal die Gelegenheit, weiter seinen Rhythmus zu finden. Dann will Sous bereit sein für die „geilste“ Zeit des Jahres.
Meister 2023: Wie Sous die Serie gegen Bremerhaven drehte
Doch sind seine Qualitäten im Abschluss nur ein Teil der Wahrheit. Mit seiner physischen Spielweise geht DeSousa in den Playoffs den Gegenspielern so richtig unter die Haut. So kreiert er wichtiges Momentum für unsere Jungs oder entfacht sogar gleich selbst ein ganzes Feuer. Wie in der Playoff-Viertelfinalserie 2023 gegen die Pinguins Bremerhaven.
Damals verpasste DeSousa angeschlagen die ersten beiden Spiele und die Seestädter stellten auf eine 2:0-Serienführung. Wir standen damit also mit dem Rücken zur Wand. Im dritten Aufeinandertreffen war Sous aber zum Glück nicht nur wieder mit dabei, sondern gleich mittendrin.
Mit seinen Checks vom Start weg riss er unsere gesamte Mannschaft mit und brachte viel Energie in unser Spiel, außerdem meldete er sich mit einem Tor und einem Fight gegen Bremerhavens Christian Wejse zurück. Folge: Wir schossen die Pinguins mit 7:1 aus der Halle und waren anschließend auf unserem Weg zum vierten Meistertitel nicht mehr zu stoppen.
Gegen ein ähnliches Szenario hätten wir auch in dieser Saison freilich nichts einzuwenden, nur gerne ohne solch einen schwierigen Playoffstart. Und selbst wenn: Sous und unsere Jungs sind selbstbewusst genug und wissen, was zu tun ist.

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