Spitzeneishockey beim Red Bulls Salute: München startet gegen Salzburg
Donnerstag, 20. August 2026 |

Red Bulls Salute - Vorschau: EHC Red Bull München startet gegen Salzburg

Spitzeneishockey beim Red Bulls Salute: München startet gegen Salzburg Das ganze Turnier live auf Red Bull TV// SPIELTAGAm Wochenende ist es wieder so weit: In Zell am See-Kaprun findet das Red Bulls Salute 2026 statt. Red Bull München startet am Freitag (19:30 Uhr | live bei Red Bull TV & in unserem Blog) mit dem Highlight-Duell gegen den EC Red Bull Salzburg.
Unsere Form
Die erste Standortbestimmung endete für unsere Mannschaft mit einem Erfolg: Am vergangenen Sonntag setzte sich der viermalige deutsche Meister in Linz gegen die Steinbach Black Wings mit 5:2 durch.
Besonders positiv: Drei der fünf Tore gingen auf die Konten von Neuzugängen. Verteidiger Trevor Carrick glänzte mit einem Doppelpack, Dominik Kahun erzielte bei seinem Comeback für München den wunderschön herausgespielten Führungstreffer und damit auch das erste Saisontor der Red Bulls. „Die Reihen haben gut harmoniert“, freute sich Trainer Oliver David.
Wie die Red Bulls im letzten Drittel auf den zwischenzeitlichen 1:2-Rückstand reagierten und das Spiel mit vier Treffern in zwölf Minuten drehten, gefiel David ebenfalls: „Die Jungs wollten gewinnen – das hat man gemerkt. Und wir haben uns belohnt. Das ist eine wichtige Qualität.“
Foto Lint v RBM
Der Gegner
Für den EC Red Bull Salzburg endete die vergangene Saison nach Platz drei in der Hauptrunde bereits im Playoff-Viertelfinale. Nun will Salzburg mit neuem Trainer wieder angreifen: Der ehemalige DEL-Spieler Alan Letang soll den Rekord-Champion der win2day ICE Hockey League zum elften Titel führen. In den ersten beiden Tests gab es Niederlagen gegen die tschechischen Mannschaften HC Motor České Budějovice (1:5) und Mountfield HK (1:2 n. P.).
In der zurückliegenden Spielzeit war die Defensive um die österreichischen Nationaltorhüter Atte Tolvanen und David Kickert das Aushängeschild: 104 Gegentore unterbot nur Meister Graz99ers. Die Offensive schlug sich mit 163 Treffern solide. Luft nach oben hatte das Überzahlspiel (Quote: 15 Prozent).
Hauptrunden-Topscorer war Ex-NHL-Spieler Michael Raffl mit 52 Punkten in 45 Spielen. Von den fünf besten Scorern laufen immerhin noch drei auch in dieser Saison für Salzburg auf. Nicht mehr dabei aus diesem Kreis sind Travis St. Denis und Troy Bourke. In die Bresche springen soll unter anderem Adam Brooks, der in der vergangenen Saison noch für München spielte.
Das Duell
Die Red Bulls treffen auf einen Gegner, der mit den Mannschaften der vergangenen Jahre nicht mehr viel zu tun hat. Das sagt unser Coach, der von 2023 bis 2025 bei den Salzburgern hinter der Bande stand. „Bis auf Dennis Robertson wurden alle Imports ausgetauscht. Außerdem haben sie ein neues Trainerteam“, sagt David.
Das hat Auswirkungen: „Die Spielphilosophie ist vielleicht ähnlich zu unserer, aber die Wechsel und ihr neues Trainerteam haben natürlich eine eigene Note reingebracht.“ Was aber sicher sein dürfte: Der EC Red Bull Salzburg wird Power-Eishockey spielen und gegen unsere Mannschaft hochmotiviert sein.
So lief das Red Bulls Salute 2025
// HIGHLIGHTS
Doch nicht nur das Duell mit Salzburg verspricht beim Red Bulls Salute hochklassiges Eishockey. Mit dem EC Biel-Bienne und dem HC Pardubice stehen zwei weitere interessante Mannschaften im Teilnehmerfeld.
Auch den EHC Biel-Bienne trainierte David bereits. Seit Januar werden die Schweizer von Christian Dubé gecoacht. In der vergangenen Saison war nach Platz zehn in der Hauptrunde in den Pre-Playoffs Endstation. Nun wollen die kreativen und läuferisch starken Bieler zurück zu alter Stärke. Zu den Leistungsträgern gehört der finnische Schlussmann Harri Säteri. Neu sind unter anderem zwei Spieler mit NHL-Erfahrung: Verteidiger Victor Söderström und Stürmer Andrew Agozzino.
Biel bekommt es im Halbfinale mit dem amtierenden tschechischen Meister HC Dynamo Pardubice zu tun. Der bringt gleich zwei große Attraktionen des diesjährigen Red Bulls Salute mit: die tschechischen Ausnahmestürmer Roman Červenka und Kapitän Lukáš Sedlák. „Červenka ist immer noch einer der besten Spieler in Europa – obwohl er fast so alt ist, wie ich“, sagt der 48-jährige David über den 40 Jahre alten Starstürmer.
Ohnehin hält David viel von den Tschechen: „Pardubice ist auf dem Weg, eines von Europas Topteams zu werden. Sie haben einen super Kader. Es wird großartig für die Fans, diese individuelle Qualität zu sehen.“ Welcher Gegner München am zweiten Turniertag erwartet, entscheidet sich am Freitag. Erst einmal steht allerdings das Duell gegen Salzburg an.
Spieler im Fokus
In den vergangenen Jahren gab es Spieler, die von Salzburg nach München wechselten und umgekehrt. Einer von ihnen ist Lucas Thaler. Der österreichische Nationalstürmer geht nun für München auf Torejagd und freut sich besonders auf das Duell mit seinem ehemaligen Club: „Gegen Salzburg zu spielen ist für mich natürlich nochmal extra aufregend. Ich freue mich darauf, die Jungs wiederzusehen, aber natürlich wollen wir das Spiel gewinnen.“
Foto Lucas Thaler
Die andere Richtung schlug Adam Brooks im Sommer nach zwei Spielzeiten in München ein (81 DEL-Spiele, 67 Scorerpunkte). Auch er freut sich auf das Turnier: „Es ist eine großartige Möglichkeit zu zeigen, wofür wir jeden Tag arbeiten. Darüber hinaus haben die Fans die Chance, beide Red Bull-Teams in einem hochklassigen Turnier zu sehen. Ich freue mich darauf, viele meiner letztjährigen Teamkollegen aus München zu treffen und erwarte ein gutes Spiel, zumal wir ähnliche Systeme spielen. Auf dem Eis gibt es dann aber keine Freunde mehr.“
Zahlen und Fakten
München und Salzburg standen sich sechsmal gegenüber: Dreimal gewann der deutsche Club, zweimal der österreichische. Eine Partie endete 0:0. Im Januar 2019 trennten sich die Teams in München im CHL-Halbfinal-Hinspiel torlos, das Rückspiel eine Woche später gewann München in Salzburg mit 3:1. Den bislang letzten Vergleich gewann München vor einem Jahr beim Red Bulls Salute im Spiel um den dritten Platz mit 6:2.
Spieltagsinfos
Das Red Bulls Salute findet erneut in der KE KELIT Arena in Zell am See-Kaprun statt. Die Halle bietet 2.600 Zuschauern Platz. Für alle Fans, die live vor Ort dabei sein wollen, gibt’s hier noch Tickets.
Außerdem werden alle Partien des internationalen Einladungsturniers im Livestream auf Red Bull TV übertragen – und natürlich sind wir wie gewohnt im Liveblog auf unserer Website mit dabei.
Grafik Red Bulls Salute 2026
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