Red Bulls wollen den Bann in Schwenningen brechen
Saturday, 10. October 2026 |

DEL Vorschau, 8. Spieltag: Red Bull München bei den Schwenninger Wild Wings

Red Bulls wollen den Bann in Schwenningen brechen// SpieltagAm Sonntag geht es für den EHC Red Bull München zu den Schwenninger Wild Wings – und damit zu einer Mannschaft, bei der wir seit Dezember 2022 nicht mehr gewinnen konnten. Dies soll sich nun endlich ändern (16:30 Uhr bei MagentaSport und in unserem Blog).
Unsere Form
Nach zwei Siegen in Folge sind die Red Bulls mit einer 1:5-Niederlage im Heimderby gegen Ingolstadt ins Wochenende gestartet. Anders als noch zuletzt in Köln und gegen Augsburg stand die Münchner Abwehr nicht kompakt genug und ließ viel zu viele Konter zu.
„Im ersten Drittel wurden wir ausgespielt – obwohl wir wussten, was auf uns zukommt. Wir haben fast alle Laufduelle und Zweikämpfe verloren“, legte Oliver David nach dem Duell gegen die Panther den Finger in die Wunde. „Zu Beginn des zweiten Drittels haben wir sehr gut gespielt. Aber wir haben uns nicht belohnt.“ Stattdessen kassierten die Red Bulls zwei Gegentore in weniger als zwei Minuten. Einen Weg zurück fanden wir im Anschluss leider nicht mehr.
„Ingolstadt wollte heute ein Statement geben, nachdem wir die letztjährige Playoff-Serie gegen sie gewonnen haben. Und das haben sie“, lobte unser Trainer den Gegner.
Pressekonferenz: EHC Red Bull München vs. ERC Ingolstadt (09.10.2026)
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Es bleibt also dabei: Unsere Mannschaft hat noch keine Konstanz über einen längeren Zeitraum in dieser Saison gefunden. Nun wollen wir in Schwenningen den Spieß wieder umdrehen.
Der Gegner
Die Wild Wings dagegen wollen so weitermachen wie am Freitag in Köln. Das Team von Headcoach Steve Walker holte beim 4:1-Erfolg in der Domstadt den zweiten Saisonsieg und hofft nun auf den Befreiungsschlag. Denn zuvor lief noch nicht viel zusammen. Mit fünf Punkten ist der Playoff-Viertelfinalist der vergangenen Spielzeit Vorletzter.
Vor allem die neuformierte Abwehr zeigte sich in den ersten Partien noch sehr anfällig und kassierte bereits 30 Gegentore. Nur Iserlohn und Köln ließen noch mehr zu (32). In Thomas Schemitsch (Augsburg), Alex Peters (Lukko Rauma) und Bode Wilde (Kassel) verpflichtete Schwenningen im Sommer drei neue Stammverteidiger, die ihre Rolle erst einmal finden müssen. Bei den Haien zeigten die Neckarstädter aber, dass sie defensiv stabil stehen können. Goalie Joacim Eriksson, der keinen guten Saisonstart erwischte, hielt zudem 34 von 35 Schüssen.
Auch im Sturm wurde frisches Blut dazugeholt. In Eric Cornel (Iserlohn) und den beiden Ex-Münchnern Austin Ortega (Dresden) und Youngster Vadim Schreiner (München) bedienten sich die Wild Wings in der PENNY DEL, in Reed Lebster in der ECHL und in Curtis Valk in der Schweiz. So richtig überzeugen konnten die Neuzugänge allesamt bislang noch nicht.
Das Duell
Schwenningen spielt zuhause seit Jahren auf der kleinsten Eisfläche der Liga, was es für jeden Gegner unangenehm macht. Die Abstände zur Bande sind etwas anders als normal, es gibt noch weniger Platz und damit auch Zeit auf dem Eis. Auch deshalb holen die Schwarzwälder für gewöhnlich einen Großteil ihrer Punkte in Heimspielen. In dieser Saison war dies aber noch nicht der Fall – auch weil die Wild Wings in Überzahl das schwächste Team der Liga sind (3,85 Prozent Erfolgsquote).
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The last game before the Olympic break in pictures (January 27, 2026)
Für unsere Mannschaft wird es wie immer darum gehen, die Scheibe schnell nach vorne zu transportieren, in den Forecheck zu kommen und defensiv geordnet zu stehen. „Wenn du keine Zuordnung hast, kannst du alles andere vergessen. Das ist die Basis“, betonte Oliver David.
Spieler im Fokus
Helfen soll hierbei wieder Fabio Wagner. Unser Verteidiger hat seine 14-Spiele-Sperre aus der Playoffserie der vergangenen Saison gegen Ingolstadt abgesessen und wird in Schwenningen nach gut einem halben Jahr ins Münchner Line-up zurückkehren. Mit dem Nationalspieler, der zwischendurch die WM in der Schweiz mit dem DEB-Team sowie unsere Testspiele im Sommer bestritt, bekommt die Defensive der Red Bulls nun also nochmal ein echtes Upgrade.
Bild Fabio Wagner
Ein wichtiges Puzzlestück für die Wild Wings soll dagegen Curtis Valk sein. Der erfahrene Angreifer kam aus Lugano, nachdem er zuvor acht Jahre lang in der KHL aktiv war. In dieser Zeit kam der kanadisch-kasachische Spielmacher auf 232 Scorerpunkte in 418 Spielen. In der DEL blieb er in den ersten sechs Partien noch unauffällig. Aber: Am Freitag gelangen dem Center in Köln seine ersten beiden Tore.
Zahlen und Fakten
München gewann bislang 33 von 52 Duellen gegen Schwenningen. Viele Partien davon in der jüngsten Vergangenheit waren allerdings knapp und eng umkämpft. Gerade in der Fremde tun sich die Red Bulls mit den Wild Wings schwer. Beweis: Die letzten zwölf Aufeinandertreffen gewann jeweils die Heimmannschaft. Der letzte Auswärtssieg in dieser Paarung stammt vom Januar 2023.
Folglich brachten beide Teams in der vergangenen Saison jeweils auch ihre beiden Heimspiele durch. Wir gewannen mit 3:1 und 5:4, die Neckarstädter mit 3:1 und 4:2.
Spieltagsinfos
Gespielt wird wie immer in der Helios Arena. Solltet ihr nicht vor Ort sein, könnt ihr die Red Bulls auch gemeinsam im Restaurant „Henry“ im SAP Garden beim Public Viewing anfeuern.
Übertragen wird die Partie auf MagentaSport und natürlich sind wir wie gewohnt im Liveblog auf unserer Website und in der App mit dabei.
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