Torpremieren, heiße Powerplays und Derby-Jubler: Red Bulls nehmen Fahrt auf
Monday, 05. October 2026 |

EHC Red Bull München: Nach Siegen gegen Köln und Augsburg voll in der Spur

Torpremieren, heiße Powerplays und Derby-Jubler: Red Bulls nehmen Fahrt aufSechs Punkte gegen Köln und Augsburg// STORIESMit dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende in dieser Saison hat sich der EHC Red Bull München in die Top-Vier der PENNY DEL vorgearbeitet. Vor allem die Special Teams liefen gegen die Kölner Haie und die Augsburger Panther auf Hochtouren.
Zwei Spiele, zwei 4:2-Siege: Auf den überzeugenden Auswärtserfolg am Freitagabend in Köln ließen die Red Bulls mit dem gleichen Ergebnis den insgesamt achten Derbysieg gegen Augsburg nacheinander folgen. Damit können unsere Jungs nun hinter ein erstes kleines Etappenziel einen Haken setzen.
„Wir haben uns kleine Ziele über die gesamte Saison gesetzt. Nach den ersten sechs Spielen haben wir eines davon erreicht. Wir haben es an den ersten drei Wochenenden gut gemacht und in fünf von sechs Spielen gepunktet“, zog unser Cheftrainer Oliver David eine erste Zwischenbilanz. Mit zwölf Zählern stehen wir aktuell auf Platz vier.
Mit dem nächsten Derbysieg am kommenden Freitag im SAP Garden gegen den ERC Ingolstadt wollen wir nun noch weiter nach oben klettern.
Red Bulls zünden im Powerplay
Verantwortlich für die Maximalausbeute am vergangenen Wochenende war vor allem unser Powerplay. In der Domstadt gelang den Red Bulls ein Überzahltor, gegen die Panther waren wir sogar dreimal mit einem Spieler mehr auf dem Eis erfolgreich. Somit stehen wir nun insgesamt bei sechs Powerplaytreffern, nur Nürnberg traf noch öfter (siebenmal). In dem Zusammenhang konnten wir auch unsere Überzahlquote nach oben schrauben – 25 Prozent bedeuten Platz drei.
Highlights: Kölner Haie vs. EHC Red Bull München (02.10.2026)
// Spieltag
Auch das Münchner Penaltykilling funktionierte. Gegen Köln und Augsburg ließen wir bei sechs Unterzahlsituationen nur ein Gegentor zu. Mit 85,71 Prozent stehen wir hier im ligaweiten Vergleich auf Rang sechs – Tendenz weiter steigend. „Special Teams sind so wichtig. Sie können dir Spiele gewinnen“, unterstrich Trevor Carrick. Vor allem dann, wenn selbst Unterzahl Treffer gelingen, wie dies bei Markus Eisenschmid am Sonntag der Fall war.
Arbeitsteilung ist Trumpf
Auch Carrick hatte am Sonntag einen persönlichen Grund zur Freude. Unser kanadischer Verteidiger erzielte mit einem satten Schlagschuss von fast 160 km/h den wichtigen Treffer zum 3:1 in Überzahl: Sein erstes Tor im Trikot der Red Bulls und eines, das besonders guttat. „Es hat ein bisschen länger gedauert, als ich gehofft hatte. Es fühlt sich so an, als ob etwas Gewicht von mir abgefallen ist“, strahlte der 32-Jährige nach der Partie. „Aber der Derbysieg ist sogar noch viel besser.“
Und weil auch Elis Hede erstmals für unsere Farben traf und auch Brady Ferguson, Ryan Murphy und Eisenschmid jeweils ihre ersten Saisontore erzielten, haben nun insgesamt bereits 14 Münchner Spieler mindestens einmal getroffen. Bei keinem anderen Team der Liga ist die Torverteilung bisher so ausgeglichen. Hinter uns folgt Mannheim mit 13 Spielern.
Highlights: EHC Red Bull München vs. Augsburger Panther (04.10.2026)
// Spieltag
Checks, Torgefahr und Energie
Bereits zum zweiten Mal erfolgreich war Lucas Thaler. Der österreichische Nationalspieler gehört mit fünf Scorerpunkten bislang zu den besten Münchner Stürmern und harmoniert als Center gut mit Torjäger Tobias Rieder und Spielmacher Taro Hirose. Thaler ist vor allem für den Forecheck in dieser Reihe zuständig.
„Er ist ein Spieler, der viele Facetten hat. Er ist läuferisch gut, er geht unter die Haut, weil er jeden Check fertig fährt. Aber er kann auch scoren, weil er einen unheimlich guten Onetimer hat. Noch dazu hat er ein Auge für den Nebenmann“, lobte Christian Winkler, Managing Director Sports Red Bull Eishockey. Von seinem harten Direktschuss konnte sich Köln-Torhüter Janne Juvonen am Freitag selbst überzeugen.
Und noch ein wichtiges Element kommt bei Thaler außerdem hinzu. „Er hat so eine unglaublich positive Energie, die einfach ansteckend ist“, verriet Winkler.
„Spüre, dass ich mich im Tor wieder sehr wohl fühle“
Ansteckend ist bislang in dieser Saison auch Mathias Niederberger – und zwar mit seiner Ruhe und Gelassenheit zwischen den Pfosten, was sich auch auf seine Vorderleute überträgt. Unser Goalie gewann bislang alle seine vier Einsätze als Starter und stand am Wochenende erstmals in beiden Spielen im Tor. Niederberger hielt dabei 52 von 56 Schüssen und zeigte einige starke Saves in wichtigen Momenten.
Grafik: Statistiken Mathias Niederberger
Nachdem der DEB-Keeper in der Vorsaison verletzungsbedingt lange ausfiel, ist er nun wieder in Top-Form und hat zurück zu alter Stärke gefunden. „Ich hatte im Sommer viel Zeit, um fit und gesund zu werden. Ich denke, das sieht man. Und ich spüre, dass ich mich im Tor wieder sehr wohl fühle“, beschrieb er selbst.
Dies belegen auch die Zahlen: Mit vier Siegen, einer Fangquote von 93,8 Prozent und einem Gegentorschnitt von 1,96 gehört Niederberger zu den besten Goalies der PENNY DEL.
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