
Dienstag, 07. April 2026 |
DEL-Playoffs: Serienvorschau zum Halbfinale gegen die Adler Mannheim
Sowohl die Red Bulls als auch die Adler hatten zuletzt ein paar Tage Zeit, um nach dem Viertelfinale zu regenerieren und die Akkus wieder aufzuladen.
Während sich unsere Jungs in sechs Spielen und damit mit 4:2 in der oberbayerischen Derbyserie gegen den ERC Ingolstadt durchsetzen konnten, benötigte Mannheim sogar nur fünf Partien. Die Mannschaft von Cheftrainer Dallas Eakins machte mit den Pinguins Bremerhaven insgesamt kurzen Prozess und kam souverän mit 4:1 durch.
Highlights: ERC Ingolstadt vs. EHC Red Bull München (04.04.2026)
// DEL - HIGHLIGHTS
Schwergewichtsduell auf Augenhöhe
Nun kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen dem Zweiten und dem Vierten nach der Hauptrunde. Mannheim landete bei 103 Punkten, München bei exakt 100 – die zwei Mannschaften trennten also gerade einmal drei Zähler. „Das wird wieder eine heiß umkämpfte Serie. Die Adler und wir battlen uns schon seit Jahren“, prognostiziert Christian Winkler (Managing Director Sports Red Bull Eishockey).
So eng wie der Tabellenstand vermuten lässt, waren auch die vier bisherigen Saisonbegegnungen. Wie fast immer im Duell zweier Top-Teams gaben in allen Partien nur Kleinigkeiten den Ausschlag.
Im heimischen SAP Garden gewannen die Red Bulls durch vier späte Treffer mit 4:0 und unterlagen mit 2:4, in Mannheim gingen beide Duelle sogar ins Penaltyschießen. Hier hatten die Adler jeweils mit 4:3 das bessere Ende für sich.
Auch die zwei Abwehrreihen lagen dicht beieinander: Mannheim stellte mit 122 Gegentoren die beste Defensive der PENNY DEL, knapp dahinter folgte unser Team (126).

Erste Halbfinalserie ging an München
In der Endrunde laufen sich beide Vereine zum vierten Mal über den Weg. Erstmals standen sich die Adler und die Red Bulls im Playoff-Halbfinale 2018 gegenüber – München setzte sich klar mit 4:1 durch und machte wenig später den Titel-Hattrick perfekt.
Dafür behielt Mannheim ein Jahr später in der Finalserie mit 4:1 die Oberhand. Gleichzeitig endete damit nach zuvor elf gewonnenen Serien in Folge (von 2016 bis 2019) unser längster Playoff-Run seit dem Aufstieg 2010. Auch im letztjährigen Viertelfinale hatten die Kurpfälzer letztlich den längeren Atem. Wir führten in der Serie bereits mit 2:1, ehe die Adler drei Partien in Folge gewannen und auf 4:2 stellten.
Red Bulls gehen selbstbewusst in die Serie
Nach zuletzt zwei verlorenen Playoffserien wollen wir nun also Revanche nehmen. „Dieses Mal wollen wir den Spieß umdrehen. Wir wissen, dass sie eine Top-Mannschaft haben, aber wir müssen uns nicht verstecken. Wir haben in den letzten Spielen gezeigt, wozu wir im Stande sind“, so Christian Winker.
Der Optimismus ist auf jeden Fall groß, die Brust ist breit. „Wir können hoffentlich aus dem Vollen schöpfen, bei Patrick Hager müssen wir noch abwarten. Wir gehen mit erhobenem Kopf und guten Mutes in die Serie. Und dann denke ich, dass wir gute Chancen haben.“

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Das Spitzenspiel bei den Adler Mannheim in Bildern (25.01.2026)
Heiße Münchner Offensive, Adler in den Special Teams stark
Ein echter Faktor könnte dabei unser Angriff werden. Bislang erzielten wir in den Playoffs starke 31 Tore, keine Mannschaft ist gefährlicher. Dafür müssen wir uns in der Abwehr steigern, 22 Gegentreffer sind wiederum zu viel.
Im Vergleich dazu trafen die Adler 20-mal und Torhüter Maximilian Franzreb, der bisher alle fünf Spiele bestritt, musste 16-mal hinter sich greifen. Das Powerplay funktionierte bei beiden Teams gut bis sehr gut: München steht bei einer Erfolgsquote von 22,2 Prozent, Mannheim nutzte sogar ein Drittel aller Überzahlspiele (fünf Treffer bei 15 Gelegenheiten | 33,3 Prozent).
In Unterzahl haben wir noch Luft nach oben (71,4 Prozent), während die Quadratstädter mit mindestens einem Spieler weniger auf dem Eis kaum etwas anbrennen ließen (87,5 Prozent). In der Hauptrunde haben wir aber bereits Lösungen gegen das Penalty Killing unseres Gegners gefunden: In den vier Partien schlugen die Red Bulls im Powerplay fünfmal zu.
„Müssen dahin gehen, wo es wehtut“
Ohnehin wissen die Red Bulls um die Stärken des Gegners. „Sie spielen sehr hart und sind vor dem Tor extrem stark, sowohl defensiv als auch offensiv“, sagt Markus Eisenschmid. „Wir müssen die Positionen vor dem Tor verteidigen und die Scheiben zum Tor bringen. Wir müssen dahin gehen, wo es wehtut“, forderte der frühere Mannheimer.
Aus der Viertelfinalserie des vergangenen Jahres haben unsere Jungs gelernt. „Das Wichtigste ist, dass wir nicht nur dagegenhalten, sondern den Ton angeben. Wir wollen die treibende Kraft sein und unser Eishockey durchziehen“, kündigte unser Stürmer an.
WE RUN THIS TOWN | Playoffs 2026
Mattinen auch in den Playoffs ein Faktor
In der Mannheimer Scorerliste steht ein Name erneut ganz oben: Der von Nicolas Mattinen. Der „Verteidiger des Jahres“ kam bereits in der Regular Season auf 20 Tore und 30 Assists, in den Playoffs sammelte der Blueliner schon wieder fünf Zähler (vier Treffer). Die gefürchteten Distanzschüsse des Kanadiers müssen wir unbedingt verhindern.
Auch der Ex-Münchner Justin Schütz (ebenfalls fünf Punkte) und Angreifer Kris Bennett (drei Tore) waren im Viertelfinale zur Stelle. Insgesamt verfügen die Adler über ein stark besetztes Kollektiv und ein tiefes Line-up.
Nach langer Verletzungspause kehrte zudem der zweifache Stanley-Cup-Sieger Tom Kühnhackl rechtzeitig zu den Playoffs zurück in den Sturm, Brendan O’Donnell kann dagegen nach einem Kieferbruch nicht mehr eingreifen.
Die Halbfinaltermine in der Übersicht
Halbfinale 1: 8. April, 19:30 Uhr | Adler Mannheim – EHC Red Bull München
Halbfinale 2: 10. April, 19:00 Uhr | EHC Red Bull München – Adler Mannheim - Tickets sichern
Halbfinale 3: 12. April, 16:30 Uhr | Adler Mannheim – EHC Red Bull München
Halbfinale 4: 14. April, 19:30 Uhr | EHC Red Bull München – Adler Mannheim - Tickets sichern
*Halbfinale 5: 17. April | Adler Mannheim – EHC Red Bull München
*Halbfinale 6: 19. April | EHC Red Bull München – Adler Mannheim
*Halbfinale 7: 21. April | Adler Mannheim – EHC Red Bull München
*falls erforderlich – Uhrzeiten noch offen

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