
Donnerstag, 22. Januar 2026 |
EHC Red Bull München: Konrad Abeltshauser feiert zehnjähriges Jubiläum
Als Abeltshauser damals von den Chicago Wolves (AHL) aus Kanada in die bayerische Landeshauptstadt wechselte, war unser Trophäenschrank in der PENNY DEL noch leer und an den SAP Garden war noch nicht zu denken. Doch beides sollte sich ändern. Nur drei Monate nach seiner Ankunft feierte der Abwehrspieler auswärts bei den Grizzlys Wolfsburg den ersten Titelgewinn mit den Red Bulls. Dies sollte der Beginn einer Erfolgsgeschichte werden.
„Ich war dabei, wie alles gewachsen ist und wie der SAP Garden gewachsen ist. In den zehn Jahren ist echt viel passiert, wir haben vier Meisterschaften geholt. Es ist schon Wahnsinn, wenn man zurückblickt“, sagt unser Verteidiger-Urgestein.
Koni Abeltshauser feiert Jubiläum bei den Red Bulls
// HIGHLIGHTS
Konis Top-3-Highlights
Besonders in Erinnerung geblieben ist ihm eine ganz bestimmte Meisterschaft. „Die dritte Meisterschaft war ein Highlight für mich, zuhause in Spiel sieben gegen Berlin. Meine Familie und alle meine Freunde waren im Stadion. Das war natürlich der Wahnsinn“, blickt er zurück. Und auch wir erinnern uns zu gut: Im ausverkauften Olympia-Eisstadion setzten sich die Red Bulls am 26. April 2018 mit 6:3 gegen die Eisbären durch und machten damit den Titel-Hattrick perfekt.
„Auch ein Highlight war das Champions-League-Finale in Göteborg“, fährt Koni fort. Am 5. Februar 2019 stand unser Verein als erste und bis heute einzige deutsche Mannschaft im Finale der Königsklasse. Hier unterlagen wir allerdings dem schwedischen Vertreter Frölunda HC mit 1:3.
Und Nummer drei? Ganz klar, der 27. September 2024: „Das Eröffnungsspiel im SAP Garden“, so Abeltshauser. Mit einer kleinen Einschränkung: „Wobei ich sagen muss, dass das erste DEL-Heimspiel gegen Wolfsburg fast noch ein bisschen emotionaler gewesen ist, weil die Arena voll mit unseren Fans war. Das hat man richtig gespürt, das war auch ein ganz besonderer Moment“, schwärmt er.
Am 2. Oktober 2024 gelang uns mit einem 7:4-Erfolg gegen die Grizzlys eine erfolgreiche DEL-Premiere in der ausverkauften multifunktionalen Sportarena und Ben Smith verewigte sich als erster Torschütze in den Geschichtsbüchern.
Seine besten Mitspieler
Damals ebenfalls mit dabei: Natürlich Maxi Kastner, der bereits seit 2015 bei den Red Bulls spielt und damit noch vor Abeltshauser der dienstälteste Münchner Profi ist. „Ich kenne den EHC Red Bull München ohne den Kasti gar nicht, er ist schon immer mit mir da. Es ist schön, dass man einen alten Weggefährten hat“, so Koni. Nicht umsonst bringen es beide auch auf die meisten Einsätze für unseren Club. Kastner steht bei 565 Spielen, Abeltshauser bei 551, dahinter folgt Daryl Boyle (514). Das Trio war bei allen vier Meisterschaften unserer Vereinshistorie mit dabei.
„Er ist bis heute einer meiner engsten Freunde. Er war auch lange da und war der Mr. München, bis ihn der Kasti abgelöst hat. Es war auch schön, weil ich mit ihm gewachsen bin. Damals war noch keiner verheiratet oder hatte Kinder und dann sieht man, wie die Familie wächst. Das ist einfach etwas ganz Besonderes“, beschreibt Abeltshauser das spezielle Verhältnis zu Boyle.

Und auch ein früherer Torjäger und Kapitän darf natürlich auf der Liste seiner besonderen Mitspieler nicht fehlen. „Wir haben wirklich viele gute Spieler gehabt. Aber man muss auch Michael Wolf hervorheben, weil er einfach alles verkörpert hat, für was der Verein steht und was du als Trainer für einen Spieler haben willst“, erklärt er.
Ein besonderer Geburtstag
Auch abseits des Eises bedeuten die inzwischen zehn Jahre in München für Abeltshauser einen ganz speziellen Lebensabschnitt. Denn aus dem 23-jährigen Eishockeyspieler mit Freundin ist ein heute 33-jähriger längst verheirateter zweifacher Familienvater geworden. Koni brachte damals seine kanadische Ehefrau Erica mit nach Deutschland.
Und zu den Abeltshausers gehört noch ein fünftes Familienmitglied: Hündin Luna. Und dass es ausgerechnet diese Shiba-Inu-Dame sein sollte, schien vorbestimmt. „Luna ist genau an dem Tag geboren, als wir zurück nach München sind“, klärt er auf.
„Das gibt es im Profisport nicht so oft“
München ist zum Abschluss ohnehin ein gutes Stichwort. „Unterbuchen wird immer meine Heimat bleiben, das ist der Fixpunkt. Aber München fühlt sich schon sehr wie daheim an“, betont der Ur-Bayer. Vor allem die kurzen Wege zu seinen Liebsten weiß der gebürtige Bad Tölzer zu schätzen. Er ist dankbar: „Das gibt es im Profisport nicht so oft, dass man so lange so nah an seiner Heimat spielen darf.“ So können zum einen seine Eltern, Geschwister und Freunde regelmäßig unsere Spiele im SAP Garden besuchen.

Der Familienmensch Abeltshauser
„Auf der anderen Seite hilft es einem auch brutal, mal abzuschalten. Ich kann an einem freien Tag einfach mal nachhause und zur Oma zum Cafe trinken fahren“, nennt Koni ein Beispiel. Und diese scheinbar kleinen Dinge sind halt doch immer noch die größten.

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