Und diese ist auch begründet. Denn in den vergangenen Monaten zeigten die Red Bulls, dass sie zur Ligaspitze gehören. Als Tabellendritter sind wir aktuell nur einen Punkt vom Zweiten Mannheim entfernt. Und noch etwas stimmt Murphy zuversichtlich. „Zuletzt hatten wir viele Verletzte, aber wir waren trotzdem ein Top-Team. Wir werden nur noch besser. Wenn wir gesund bleiben und jeder zurück in seinen Rhythmus findet, dann ist es ziemlich beängstigend, wie gut wir sein können.“
Sein eindeutiges Fazit lautet deshalb: „Ja, wir haben eine Chance, den ganzen Weg zu gehen und den Titel zu holen.“
Warum die Pause schwierig ist
Die bevorstehende Olympiapause im Februar sieht Murphy dabei als einen Faktor an, den es nicht zu unterschätzen gilt. Denn während dieser Zeit ruht in der PENNY DEL der Spielbetrieb. Eine so lange Unterbrechung mitten in der Saison ist für Eishockeyprofis natürlich ungewöhnlich. So absolvieren die Red Bulls am 27. Januar bei den Schwenninger Wild Wings ihr vorerst letztes Spiel, ehe es für uns nach den Olympischen Spielen mit dem Heimderby am 25. Februar gegen den ERC Ingolstadt weitergeht. Dazwischen liegen 28 Tage.
„Es ist seltsam“, bestätigt er. „Es ist wichtig, dass man den Körper trotzdem in Bewegung hält. Man muss im Spielmodus bleiben, so gut es geht“, weiß Murphy. Hintergrund: Nach nur noch acht Partien zum Ende der Hauptrunde beginnen schon die Playoffs. „Das ist ein schneller Turnaround. Ich denke das Team, welches es schafft, während der Pause am besten in Form zu bleiben, wird einen Vorteil haben“, so seine Vermutung.
Extra-Motivation nach Heimatbesuch
Murphy selbst wird im Februar trotzdem auch ein paar Tage abschalten. Für ihn geht es für eine Woche in die kanadische Heimat nach Uxbridge, ehe er gemeinsam mit seiner Familie nach München zurückfliegt. Denn diese war bislang noch nicht mit in der bayerischen Landeshauptstadt. So hat er ab Ende Februar wieder seine Liebsten um sich herum - wenn das mal keinen zusätzlichen Push für die heiße Saisonphase gibt!