
Dienstag, 13. Januar 2026 |
EHC Red Bull München: Recap zum erfolgreichen Sechs-Punkte-Wochenende
Jede Serie hat mal ein Ende. Nach zehn Heimsiegen in Folge im November und Dezember mussten wir uns rund um den Jahreswechsel mit der ein oder anderen Niederlage abfinden. Von zahlreichen Verletzungen gebeutelt verloren wir jeweils enge Partien gegen Frankfurt (1:3), Mannheim (2:4) und Berlin (2:3).
Hager stellt die Moral in den Vordergrund
Am vergangenen Wochenende kam die Mannschaft von Trainer Oliver David umso stärker zurück. Die wohl treffendste Kurzüberschrift für das Derby am Freitag bei den Straubing Tigers: Moral. Gleich dreimal lagen wir am Pulverturm zurück – stets fanden wir eine schnelle Antwort. Am Ende drehten die Red Bulls noch einmal richtig auf, entschieden das Spiel sogar mit 6:3 für sich.
„Wir sind uns treu geblieben, nicht nervös geworden und haben immer konsequent verteidigt. Wir haben in den letzten Wochen sehr viel Glauben an uns gewonnen, dass wir Spiele immer drehen können“, fasste ein stolzer Patrick Hager die Partie im Nachgang zusammen.
Highlights: Straubing Tigers vs. EHC Red Bull München (09.01.2026)
// DEL - HIGHLIGHTS
Magische Momente beim 6:3-Derbysieg
Die Begegnung beim zu diesem Zeitpunkt Tabellenzweiten so an sich zu reißen, war ein weiterer Kraftakt in dieser eng getakteten Phase vor der Olympiapause im Februar. Und gleichzeitig ein Beweis von Einsatz, Willenskraft und letztlich auch Qualität. In einer geschlossen starken Mannschaftsleistung stach einer dabei heraus: Veit Oswald gelangen erstmals in seiner Karriere vier Scorerpunkte in einem Match.
Der Angreifer, der am Montag zum Olympia-Camp nachberufen wurde, steuerte drei Assist und einen Treffer bei. Weitere Highlights: Die Treffer von Taro Hirose zum 1:1 sowie das 5:3 durch Gabriel Fontaine aus der Kategorie „Tor des Monats“ kann man sich immer und immer wieder schmunzelnd anschauen.
3:5 | Wooooowww, Gabriel Fontaine mit einem Traumsolo!
// IN-GAME-VIDEO
Standesgemäß wurden diese live bereits von zahlreichen Auswärtsfahrern zelebriert. Allein über 300 Anhänger der Red Bulls reisten per Fanschiff an, auf welchem schon vor der Partie ausgelassen miteinander gefeiert wurde.
Kantersieg gegen Iserlohn – erneuter Beweis von Variabilität
Und die Party ging am Sonntag weiter. Gegen die formstarken Iserlohn Roosters machten die Red Bulls keine Gefangenen und gewannen ungefährdet mit 6:0. Nach gut zwei Minuten die Führung durch McKenna, nach nicht einmal sieben Minuten erhöhte Konrad Abeltshauser auf 2:0. Für den Verteidiger, der das 1:0 aufgelegt hatte, war es das erste Tor im SAP Garden in dieser Saison. Erstmals wurden die Zuschauer dabei auch Zeuge von Konis ikonischem Jubel auf dem Videowürfen. Wer es verpasst hat, kann das auf unserer Instagram-Seite nachholen.
Dass der 33-Jährige sich auf den Spielberichtsbogen einträgt, passt nur zu gut in unser Konzept. Die zwölf Treffer am Freitag und Sonntag wurden von neun verschiedenen Schützen erzielt. Ein Indikator für unsere bemerkenswerte Variabilität im Angriff. Zwar hat unser Top-Torjäger Jeremy McKenna „nur“ 13 Treffer erzielt, mit gleich zehn Spielern, die acht oder mehr Treffer erzielt haben, stellen wir gemeinsam mit dem ERC Ingolstadt die unberechenbarste Offensive der PENNY DEL.
6:0 | Unsere #91 schnürt den Dreierpack
// IN
McKenna und Bibeau von den Fans gefeiert
Mann der Stunde war am Sonntag dennoch unser neuer interner Spitzenreiter. McKenna verbuchte gegen die Roosters seinen ersten Dreierpack im Trikot der Red Bulls. Dem „Summerside Sniper“ gehörte folgerichtig die Humba nach der Begegnung. „Wir haben das Spiel heute dominiert. Es war eine starke Teamleistung. Ich freue mich sehr über den Sieg und dass ich meinen Teil dazu beitragen konnte“, so der bescheidene Kanadier.
Wieder einmal starker Rückhalt, Top-Ersatz für den noch verletzten Olympiafahrer Mathias Niederberger (Oberkörper) und zum dritten Mal mit Shutout: Antoine Bibeau. Der Kanadier verzeichnet im Schnitt die wenigsten Gegentore aller DEL-Keeper (1,8) und steht mit einer Fangquote von 92,9 Prozent auf Rang zwei in dieser Kategorie. Nach Spielende durfte der gegentorlose Goalie vor den Fans noch ein Tänzchen zum Besten gehen und verabschiedete sich danach mit einem Grinsen Richtung Kabine, ehe er beim Overtime-Talk im Henry noch für Selfies parat stand. Man kann zweifelsfrei behaupten: Der 31-Jährige ist in München angekommen.

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Das Heimspiel gegen Iserlohn in Bildern (11.01.2026)
Warnecke vorerst zurück nach Salzburg - Schreiner bleibt
München vorerst wieder verlassen wird Moritz Warnecke. Der 18-Jährige von der Red Bull Eishockey Akademie in Salzburg/Liefering hatte das Team während der Verletzten-Welle verstärkt. „Seine Zeit bei uns ist zunächst vorbei, weil er zurück zur Schule in der Akademie muss. Er darf jetzt erstmal wieder Hausaufgaben machen“, erklärte Coach David auf der Pressekonferenz nach dem Spiel und scherzte: „Wenn Moritz‘ Noten stimmen, sehen wir ihn hoffentlich bald auch wieder in München.“
Neben dem Verteidiger stieß auch Stürmer Vadim Schreiner zum Team. Der 20-Jährige wird mindestens bis zum Ende der laufenden Spielzeit im Kader bleiben. David: „Vadim wird für den Rest der Saison als zusätzlicher Spieler bei uns bleiben. Vielleicht wird er dabei aber auch ein paar Spiele für Kaufbeuren absolvieren. Er hat einen guten Job gemacht. Wir sind mit beiden sehr, sehr zufrieden.“
Damit liegt die letzte Drei-Spiele-Woche vor der Olympiapause erst einmal hinter uns. Weiter geht es am kommenden Freitag mit dem Heimspiel gegen die Dresdner Eislöwen (19:30 Uhr). Tickets für das nächste Spektakel im SAP Garden sind hier noch erhältlich.

Olympia-Camp: Nachrücker Oswald unterstützt DEB-Team in Bozen// NATIONALMANNSCHAFT

Mit Video
Sechs-Punkte-Wochenende: Red Bulls feiern deutlichen Heimsieg gegen Iserlohn // DEL - SPIELBERICHT

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