
Montag, 02. November 2026 |
EHC Red Bull München: Rekordspieler Maximilian Kastner macht die 600 voll
Seit dem 12. Januar 2025 ist Maxi Kastner alleiniger Rekordspieler des EHC Red Bull München. Damals löste er unseren ehemaligen Verteidiger Daryl Boyle ab. Am vergangenen Freitag in Straubing erreichte der gebürtige Garmischer nun auch die 600er-Marke und damit den nächsten persönlichen Meilenstein.

Wie viel ihm diese Zahl in seiner insgesamt zwölften Saison bei den Red Bulls bedeutet, ist klar: „Es bedeutet mir sehr viel. Wenn mir das damals jemand gesagt hätte, hätte ich es nicht geglaubt. Deswegen macht es mich umso stolzer, dass ich diese Zahl erreicht habe – und vor allem für diese Organisation“, betonte er. „Es ist einfach schön, für diesen Verein zu spielen. Da steckt sehr viel Herzblut dahinter.“ Und das nimmt man ihm ab. Spiel für Spiel, Wechsel für Wechsel.
„Hat sich jedes einzelne Spiel verdient“
Auch Don Jackson, der Kastner 2014 einst den Weg in die DEL ebnete, fand anlässlich seines Rekordspiels vor nunmehr fast zwei Jahren passende Worte für seinen ehemaligen Schützling. „Maxi Kastner ist ein Arbeiter. Er hat sich jedes einzelne Spiel, das er für Red Bull München bestritten hat, verdient“, so die Trainerlegende. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Es ist ein Lob, das die Karriere Kastners treffend zusammenfasst. Denn hinter den inzwischen 601 Einsätzen (104 Tore, 156 Assists) stehen nicht nur Talent und Qualität, sondern vor allem auch Fleiß, Verlässlichkeit und unermüdlicher Einsatz.

Mit den Red Bulls gewachsen
Als Kasti im Dezember 2014 gegen die Hamburg Freezers erstmals für die Red Bulls in der DEL auflief, war er ein vielversprechendes Nachwuchstalent. Was damals begann, entwickelte sich zu einer außergewöhnlichen Erfolgsgeschichte. Seit der Saison 2015/16 gehört Kastner fest zu unserem Profikader – und ist aus diesem längst nicht mehr wegzudenken.
Aus dem einstigen Youngster ist über die Jahre ein Routinier und Führungsspieler geworden, der heute selbst seine Erfahrungen an die jüngere Generation weitergibt. Mit jeder Saison übernahm Kastner mehr Verantwortung und entwickelte sich zu einer zentralen Säule. Seine Vielseitigkeit, sein Einsatz und seine Bereitschaft, sich immer in den Dienst des Teams zu stellen, zeichnen ihn bis heute aus.
Fakt ist: Kasti kennt unsere Organisation, unsere Werte und Ansprüche wie nur wenige andere. Er ist längst nicht mehr nur ein Teil der Red Bulls – er steht auch für ein Stück unserer Geschichte.

Maximilian Kastner gibt immer 110 Prozent - schon in der Saison 2015/16
Neue Rolle, gleiche Leidenschaft
Sportlich hat Kastner in jüngster Zeit noch einmal ein neues Kapitel aufgeschlagen. Der gelernte Stürmer wurde mit Beginn dieser Saison fest zum Verteidiger umfunktioniert und stellte damit seine Flexibilität und seinen Teamgedanken einmal mehr unter Beweis. Eine Umstellung, die zunächst durchaus gewöhnungsbedürftig war, inzwischen aber immer mehr zu einer Routine geworden ist.
„Mir macht es bisher sehr viel Spaß. Natürlich war es am Anfang ungewohnt, die Position als feste Rolle zu sehen. Aber über die letzten beiden Monate habe ich mich gut eingefunden“, befand er.
Besonders freut ihn zudem die Tatsache, dass ihn Bundestrainer André Rankel in seiner neuen Rolle als Verteidiger für die Nationalmannschaft für den Deutschland Cup nominierte. Kastner gesteht: „Es macht mich stolz, dass ich auch auf meiner neuen Position nominiert wurde und ich meine Erfahrungen auch international zeigen und einbringen kann.“ Ohnehin ist unser jetziger Abwehrspieler auch im DEB-Team seit Jahren eine feste Größe. Er nahm bereits an sechs Weltmeisterschaften teil und wurde 2023 Vize-Weltmeister.
Kutschfahrt mit Maxi Kastner und Tobi Rieder im neuen Wiesn-Jersey
Erfolgsstory mit goldenen Kapiteln
Dass sich harte Arbeit und Beständigkeit auszahlen, zeigt auch ein Blick auf seine Trophäensammlung. Kastner stand bei allen unseren bislang vier deutschen Meisterschaften auf dem Eis. Sein erstes DEL-Tor erzielte er im September 2015 bei den Grizzlys Wolfsburg – und damit an dem Ort, an dem er ein paar Monate später auch den ersten Titel mit den Red Bulls gewann. Ein besonderer Moment, der den Auftakt zu einer beeindruckenden Serie bildete. Auch individuell setzte Kastner Ausrufezeichen: 2023 krönte er die erfolgreiche Münchner Finalserie mit der Auszeichnung zum Final-MVP.
Festzuhalten bleibt: Die Zahl 600 ist mehr als nur eine statistische Marke. Sie steht für mehr als ein Jahrzehnt voller Emotionen, für Meisterschaften und Rückschläge, für intensive Playoff-Schlachten und unvergessliche Momente. Vor allem aber steht sie für eine außergewöhnliche Verbundenheit zwischen einem Spieler und seinem Verein.


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