Und wie war die Erfahrung für dich?
David: „Ich war überwältigt. In den USA haben auch die College-Clubs schöne, große Arenen und ich war bereits in sehr vielen NHL-Stadien. Ich finde, der SAP Garden kommt da nicht nur nah dran, sondern ist eine der besten Arenen, in denen ich weltweit bisher zu Gast sein durfte. Die Nähe der Ränge zum Eis, der Umlauf, die technischen Möglichkeiten, die Architektur und natürlich die Einrichtungen für die Spieler – alles ist auf dem höchsten Standard. Ich freue mich darauf, diese Kulisse jede Woche zu erleben. Aber viel wichtiger ist, dass wir vor dieser Kulisse auch performen.“
Hattest du bereits ersten Kontakt zu deinen neuen Spielern?
David: „Mein erstes Gespräch hatte ich mit Patrick Hager. Ich habe direkt verstanden, warum er der Kapitän der Mannschaft ist. Wie er über Eishockey spricht, wie er arbeitet und arbeiten möchte, sein Ehrgeiz und seine Bestimmtheit – ich glaube jeder, der ihn so kennengelernt hat, sieht in ihm sofort den geborenen Leader. Das Gespräch hat mich mit einem sehr guten und sicheren Gefühl zurückgelassen.“
Und der Rest der Mannschaft?
David: „Wir hatten am Sonntag ein digitales Mannschaftstreffen. Ich habe mich vorgestellt und die Gelegenheit genutzt, den Spielern meine Idee von Eishockey und der kommenden Zusammenarbeit zu vermitteln. Wir haben über den ‚Red Bull Way‘ gesprochen und was ich von jedem einzelnen erwarte.“
Wie sieht dieser Weg, diese Club-Identität für dich aus?
David: „Ich beschreibe es immer als ‚Bullish‘. Ein Bulle ist stark und schreckt vor keiner Herausforderung zurück. Auch, wenn die Situation aussichtslos erscheint, bleibt er aggressiv und greift immer noch an. Er ist immer nach vorne gebeugt. Das ist für mich die Identität des Clubs und der gesamten Organisation. Für mich erzeugt das schon ein klares Bild davon, wie wir spielen wollen. Ich hoffe, man versteht mich (lacht).“
Der Grundgedanke wird klar. Beschreibe doch mal, wie sich das Ganze spielerisch auf dem Eis für dich im Einzelnen darstellt.
David: „Es gibt für mich eine klare Spielidee, ein Grundsystem, das Don Jackson schon in seiner ersten Amtszeit in München etabliert hat. Wir wollen auf diesem Konzept aufbauen und es mit unseren Ideen und Vorstellungen, die dazu passen, weiterentwickeln. Unsere Spieler sollen damit wachsen und ihre individuellen Stärken einbringen. Wir wollen konstruktives und klares Eishockey spielen. Es geht immer darum, Lösungen zu finden oder zu kreieren. Dabei dürfen die Kreativität und Freiheit, die definitiv Teil des Konzeptes ist, nie verloren gehen.“