Als Zehnjähriger nahm er dann erstmals so richtig von NHL-Legende Sidney Crosby Notiz. Der Kapitän der Pittsburgh Penguins schoss Team Kanada 2010 zum Olympiasieg in der Verlängerung im Finale gegen die USA. „Das Golden Goal von Sidney Crosby in Vancouver werde ich nie vergessen. Ich habe es Zuhause geschaut, das war unglaublich.“ Dieses Ereignis dürfte seine Liebe zum Eishockey noch weiter verstärkt haben.
So entstand der „Summerside Sniper“
Schon in jungen Jahren zeichneten McKenna, der außerdem viel Golf spielt, besonders seine Abschlussqualitäten aus. Dies blieb auch den kanadischen Sportjournalisten nicht verborgen. Während seiner Zeit bei den Moncton Wildcats, der Angreifer lief dort von 2016 bis 2020 in der QMJHL (Québec Maritimes Junior Hockey League) auf, bekam er deshalb schnell den Spitznamen „Summerside Sniper“ verpasst. „Craig Eagles und Jerry Green waren Moderatoren bei Rogers TV in Moncton. Sie haben irgendwann mit Summerside Sniper angefangen, meiner Heimatstadt, wo ich im Sommer lebe. Ich schätze, dass es für sie funktioniert hat und sie haben es geliebt“, klärt McKenna lachend auf.
Als 16-Jähriger in der Red Bull Eishockey Akademie
Vor seiner Station in Moncton war unsere Nummer 91 für ein Jahr lang bereits Teil der Red Bull Eishockey Akademie. Somit schließt sich für McKenna mit der Rückkehr nach München ein Kreis. Pierre Pagé und Brian Savage, die damals verantwortlich waren, holten ihn 2015 direkt aus Kanada nach Salzburg-Liefering.
McKenna blickt zurück: „Es war ein großartiges Jahr. Ich konnte mich auf Eishockey konzentrieren und mich auf die QMJHL vorbereiten. Man lernt dort, die beste Version von sich selbst zu werden. Spieler, Trainer, Staff, Lehrer – alle wollen auf das nächste Level kommen. Diese Erfahrung dürfen nicht viele 16-jährige Spieler machen. Und jetzt zurück bei den Red Bulls zu sein, ist wirklich eine coole Geschichte“, schwärmt er.
Ein Auf und Ab zwischen ECHL und AHL
Und obwohl McKenna in der Jugend starke Statistiken vorzuweisen hatte, bekam er beim Übergang in den Profibereich das harte Business in Nordamerika zu spüren. Der Offensivspieler pendelte bei verschiedenen Teams zwischen den Minor Leagues hin und her. „Für einen Spieler in meiner Position, der nicht gedraftet wurde, ist das normal. Aber es ist definitiv schwierig, wenn es die immer wieder hoch und runter geht. Du arbeitest hart, um es ins Team zu schaffen und in der NHL zu spielen“, erklärt er. Ein Einsatz in der besten Liga der Welt war ihm jedoch nicht vergönnt.