Der Kapitän spricht: „Gibt kein Team, das uns Angst macht“
Donnerstag, 12. Februar 2026 |

Kapitän Patrick Hager spricht: „Gibt kein Team, das uns Angst macht“

Der Kapitän spricht: „Gibt kein Team, das uns Angst macht“// AKTUELLESUnser Kapitän Patrick Hager spielt bislang eine herausragende Saison und verbuchte kürzlich mit seinem 600. DEL-Scorerpunkt den nächsten Meilenstein. Nach dem Restart in der PENNY DEL will er mit den Red Bulls wieder voll angreifen.
Die vergangenen Monate hielten für Patrick Hager gleich zwei Highlights parat. Am 23. Oktober 2025 bestritt er beim 3:2-Sieg gegen die Eisbären Berlin sein insgesamt 1000. DEL-Spiel, am 23. Januar dieses Jahres legte er beim 6:3-Erfolg gegen die Pinguins Bremerhaven mit zwei Empty-Net-Toren seine Scorerpunkte 600 und 601 nach. Inzwischen steht er insgesamt bei 602 Zählern.
„Ich hatte das erst gar nicht so auf dem Schirm, dass ich so nah dran war. Aber es ist natürlich ein toller Meilenstein für mich persönlich“, freut sich unser Mittelstürmer. Besonders bemerkenswert: Vor ihm schafften es erst neun Profis in der DEL-Geschichte, die Schallmauer von 600 Punkten zu durchbrechen.
„Das war schon etwas Besonderes, vor allem wenn man erfährt, dass einem das erst als zehnter Spieler gelungen ist“, gibt der 37-Jährige zu.
„Weil wir als Mannschaft wieder besser spielen“
Überhaupt läuft es für Hager in dieser Saison so richtig gut. Mit 13 Treffern ist der Angreifer hinter Jeremy McKenna (14) unser zweitbester Torjäger, hinzu kommen 13 Assists. Mit 26 Scorerpunkten hat er bereits jetzt seine Marke von 17 Zählern aus der Vorsaison weit übertroffen.
5:3 | Nummer 600: Tor zum Jubiläumspunkt für Patrick Hager!
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Hager selbst macht dies an der bislang guten Saison der Red Bulls fest. „Es läuft dieses Jahr insgesamt für uns alle besser, weil wir als Mannschaft besser spielen“, betont er. „Die letzten zwei Spielzeiten nach Don Jackson waren ein bisschen schwieriger, als wir uns das vorgestellt haben“, räumt der Angreifer ein.
Aber: Nach dem Umbruch im letzten Sommer gehören unsere Jungs in dieser Runde wieder zu den Top-Teams der Liga. „Wir haben uns zusammen mit dem Trainerteam wieder so gefunden, dass sich jeder auf seine Leistung konzentrieren kann“, so Hager.
Hinzu komme bei ihm die Tatsache, dass er seit November wieder im Powerplay eingesetzt wird. „Dadurch bekomme ich mehr Offensivsituationen und so fällt der ein oder andere Puck mehr rein“, erklärt unser Leader.
Patrick Hager und Yasin Ehliz
Vorfreude auf Eishockey auf Top-Level
Aktuell können die meisten Münchner Spieler aufgrund der Pause erst einmal durchatmen. Hager selbst wäre selbstverständlich nur zu gerne in Mailand dabei gewesen. „Das war schon noch so ein Ziel und wäre natürlich das i-Tüpfelchen gewesen, wenn ich den Sprung in den Kader auch noch geschafft hätte“, gesteht Hagi.
Doch die Absage kam frühzeitig. „Der Harry (Bundestrainer Harold Kreis) hat mir schon im Dezember mittgeteilt, dass ich für dieses Turnier keine Rolle spiele. Damit hatte sich das Thema für mich auch erledigt.“
Verfolgen will er das prestigeträchtige Event natürlich trotzdem. „Ich denke, dass es ein herausragendes Turnier wird. Alle Mannschaften kommen mit ihren Top-Stars. Ich glaube, dass wir uns auf eine tolle Eishockeyzeit freuen können“, formuliert er vor dem Turnierstart am 11. Februar.
Eine willkommene Pause
Die freie Zeit hat Hager genutzt, um die Akkus wieder aufzuladen. Dafür nimmt der Routinier auch in Kauf, dass der Spielrhythmus unterbrochen wird. „Das betrifft alle Mannschaften. Und speziell für uns kam die Pause zum richtigen Zeitpunkt, weil wir viele Verletzte hatten“, begründet er und ergänzt. „Auch für die Jungs, die gesund waren und sehr viel gespielt haben, ist es super, jetzt nochmal Kraft tanken zu können.“ Zu dieser Kategorie zählt auch er selbst.
Champions League ist das Ziel
Schließlich wollen die Red Bulls, die momentan Tabellenvierter sind, topfit und ausgeruht in den Hauptrundenendspurt gehen. Dieser beginnt mit dem ausverkauften Heimderby am 25. Februar gegen den ERC Ingolstadt im SAP Garden. Unser Ziel für die verbleibenden acht Partien ist klar.
EHC Red Bull München
„Wir wollen die Qualifikation für die Champions League schaffen. Dafür müssen wir in die Top zwei oder mindestens Dritter werden, um über die Hauptrunde eine Chance zu haben, uns direkt zu qualifizieren“, unterstreicht Hager. Das Vorhaben ist durchaus realistisch, denn Ingolstadt und Mannheim sind acht Spieltage vor Schluss lediglich einen bzw. vier Punkte entfernt.
Nur Tabellenführer Köln hat bereits einen deutlichen Vorsprung und ist wahrscheinlich kaum noch einzuholen. „Wenn sie nicht komplett einbrechen, dann werden sie sich den ersten Platz sichern“, vermutet auch Hager.
Blick auf die „geilste“ Zeit des Jahres
Auch die Playoffs, die Mitte März beginnen, haben unsere Jungs schon im Blick. Bereits Ryan Murphy unterstrich im Januar unsere Titelambitionen, nun pflichtet Hager ihm bei. „Wir wissen, wie stark die Liga in diesem Jahr wieder ist. Aber es gibt kein Team, das uns Angst macht“, macht er klar.
Unsere Jungs werden jedenfalls alles daran setzen, sich für die „geilste“ Zeit des Jahres in Bestform zu bringen. Seit Montag stehen die Jungs dafür wieder gemeinsam auf dem Eis und trainieren. Fakt ist: „Wir gehen mit breiter Brust in die letzten acht Spiele und danach in die Playoffs, um da den maximalen Erfolg zu erzielen“, blickt Hager voraus.
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