
Montag, 16. März 2026 |
EHC Red Bull München: Höchster DEL-Sieg, bayerischer Meister und Zuschauerrekord
Ein Blick auf die nackten Zahlen: Unsere Mannschaft holte insgesamt 34 Siege und landete bei exakt 100 Punkten. Diese besondere Marke haben wir zuletzt in der Saison 2022/23 erreicht.
„Dann hast du eine sehr gute Saison gehabt“
Entsprechend positiv fällt auch das Fazit aus: „Wenn du 100 Punkte in einer Regular Season holst, dann hast du eine sehr gute Saison gehabt. Das hätte die letzten Jahre immer für eine Top-Position gereicht“, sagte Christian Winkler (Managing Director Sports Red Bull Eishockey) nach der Partie in Berlin.

Besser waren nur die Kölner Haie, die mit 116 Zählern den DEL-Punkterekord nach der Hauptrunde einstellen konnten, die Adler Mannheim (103) und die Straubing Tigers (101). Damit gab es in der PENNY DEL eine Premiere, denn zum ersten Mal überhaupt knackten gleich vier Teams die 100-Punkte-Marke nach 52 Hauptrundenspielen.
Startprobleme nach dem Umbruch
Dabei kamen die Red Bulls zum Start im September nur langsam auf Touren. Überraschend war dies aber nicht. Denn der Umbruch im vergangenen Sommer war riesig. Neben unserem neuen Cheftrainer Oliver David und unserem neuen Co-Trainer Rob Leask mussten gleich zwölf Neuzugänge integriert werden.

Während der Saison stießen in Antoine Bibeau, Alberts Smits und den beiden Youngstern Moritz Warnecke und Vadim Schreiner von der Red Bull Eishockey Akademie noch vier weitere Jungs dazu.
Red Bulls ab November voll da
Unsere neuformierte Mannschaft fand dann aber nach und nach immer mehr zusammen, verinnerlichte das System immer besser und steigerte sich enorm. Auch der Umstand, dass zum Ende des vergangenen Jahres einige Leistungsträger zeitgleich wochenlang ausfielen, steckte unsere Mannschaft gut weg. Das Team rückte noch enger zusammen und fuhr Sieg um Sieg ein. Unsere beste Phase hatten wir von Ende November bis kurz vor Weihnachten mit acht gewonnenen Spielen in Folge.
„Wir haben einen Stotterstart gehabt, aber wir sind ab November richtig gut in Schwung und auch sehr gut aus der Olympiapause gekommen“, betonte Winkler.
Defensivstärke wird zum Faktor
Hauptgrund dafür war vor allem die starke Abwehrleistung unseres Teams. München kassierte nur 126 Gegentore, nur Mannheim stand noch stabiler (122). Nach einigen Wochen der Eingewöhnung verteidigten unsere Jungs enorm kompakt und waren in vielen Partien ab Oktober kaum zu knacken.
Zuhause führte in dieser Statistik sogar kein Weg an den Red Bulls vorbei. In 26 Heimspielen mussten wir gerade einmal 50 Gegentreffer hinnehmen, also nicht einmal zwei pro Partie. Dies ist nicht nur ein überragender Wert, sondern auch die klare ligaweite Bestmarke.

Einen großen Anteil daran hatten unsere drei eingesetzten Torhüter Antoine Bibeau, Mathias Niederberger und Simon Wolf. Bibeau kommt auf vier Shutouts und ist statistisch mit einem Gegentorschnitt von 1,92 und einer Fangquote von 92,36 Prozent zusammen mit dem Kölner Janne Juvonen der beste Goalie der PENNY DEL. Niederberger hielt seinen Kasten zweimal sauber.
Insgesamt spielten wir also sechsmal zu Null, darunter unter anderem gegen die Top-Teams Mannheim, Köln und Ingolstadt. Gegen die Adler und die Haie gelang uns dies sogar zweimal hintereinander Back-to-Back.
Murphy fügt sich gut ein, Hirose überragt
Auch die Vorderleute unserer Torhüter überzeugten. In der Abwehr gehört Ryan Murphy in seinem ersten DEL-Jahr zu den offensivstärksten Verteidigern der Liga. Der Kanadier, der im vergangenen Sommer aus Salzburg kam, verbuchte 38 Scorerpunkte (neun Tore, 29 Assists).
Im Sturm lieferte vor allem Taro Hirose so richtig ab. Unser Angreifer lief mit 54 Zählern auf Platz sechs der ligaweiten Scorerwertung ein. Herausragend sind seine sage und schreibe 45 Vorlagen. Diese Marke wird nur vom Nürnberger Hauptrunden-Topscorer Evan Barratt (65 Punkte, 49 Assists) übertroffen.
Ausgeglichenheit ist Trumpf
Bester Münchner Knipser ist Jeremy McKenna mit 17 Treffern, dahinter folgen Tobias Rieder und Chris DeSousa (jeweils 16). Allerdings verteilt sich die Last des Toreschießens auf mehreren Schultern. Gleich zehn Münchner Profis trafen zweistellig, dies schafften nur noch die Kölner Haie.

Immer mit dabei waren Ville Pokka, Fabio Wagner, Yasin Ehliz und Patrick Hager. Alle vier Cracks absolvierten alle 52 Partien der Hauptrunde.
17-mal ausverkauft, Festung SAP Garden
Speziell im SAP Garden läuft es in dieser Saison glänzend, unsere neue Heimat wurde im zweiten Jahr zu einer echten Festung. Mit 57 Punkten und 20 Siegen sind wir das zweitbeste Heimteam der Liga. Vor allem von Mitte Oktober bis zum 23. Dezember marschierten die Red Bulls zuhause durch die PENNY DEL und gewannen zehn Spiele in Folge – eine stolze Siegesserie.

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Und die Leistungen auf dem Eis und das Spieltagserlebnis im SAP Garden wurden entsprechend honoriert. Denn: Das Faninteresse war so groß wie noch nie. So darf sich unser Club über einen neuen Zuschauerrekord freuen. Bereits in unserer ersten Saison in unserem Wohnzimmer haben wir mit 264.573 Fans eine Bestmarke aufgestellt, nun waren es nach 26 DEL-Heimspielen, 17 davon ausverkauft, 268.545 Zuschauer. Damit ist unser Schnitt von 10.176 auf 10.329 Besucher pro Spiel angestiegen, bei einer Gesamtauslastung von 96 Prozent – drei Prozent über dem Ligaschnitt.
Dafür einmal ein riesiges Dankeschön an euch alle!
Drei Highlights: Hager-Jubiläum, Meisterabend, Rekordsieg
Drei Heimspiele wollen und müssen wir an dieser Stelle hervorheben. Zum einen den 3:2-Erfolg am 23. Oktober gegen die Eisbären Berlin. Dieser stand ganz im Zeichen unseres Kapitäns. Patrick Hager lief vor heimischem Publikum, seiner Familie und etlichen Wegbegleitern als erst 13. Profi überhaupt in seinem 1000. DEL-Spiel auf. Was für eine Zahl!
1.000 DEL-Spiele: Herzlichen Glückwunsch, Patrick Hager!
// JUBILÄUM
Nostalgisch wurde es dann am 6. März gegen die Grizzlys Wolfsburg. Denn zehn Jahre nach dem ersten Titelgewinn unserer Vereinshistorie gegen die Niedersachsen war ein Großteil unseres Meisterteams samt Staff von 2016 zu Gast. Vor den Augen einiger der damaligen Titelhelden wie David Leggio, Florian Kettemer, Michael Wolf, Frank Mauer, Mads Christensen oder Jason Jaffray setzten sich die aktuellen Red Bulls an diesem besonderen Abend mit 4:1 durch.

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Das Heimspiel gegen Wolfsburg in Bildern (06.03.2026)
Während die ersten beiden Highlights mit Ankündigung kamen, war der dritte Höhepunkt nicht wirklich absehen. Doch der schlug so richtig ein! Denn am 13. März feierten wir mit einem furiosen 10:1-Erfolg ausgerechnet im Derby gegen die Straubing Tigers unseren höchsten DEL-Sieg der Clubgeschichte. Außerdem gelangen uns erstmals zehn Tore seit der Zugehörigkeit in Deutschlands höchster Spielklasse.
Bayerischer Meistertitel geht nach München
Mit dem historischen Derbytriumph gegen die Tigers unterstrichen die Red Bulls außerdem ihren bayerischen Meistertitel. Denn die Zahlen gegen unsere Rivalen in dieser Runde sprechen eine ganz eindeutige Sprache. In 16 Duellen gegen Ingolstadt, Straubing, Nürnberg und Augsburg gingen wir in 13 Partien als Sieger vom Eis und holten 38 Punkte bei einer Tordifferenz von +32. Damit verwiesen wir die Schanzer (32 Zähler) klar auf Platz zwei.
Highlights: EHC Red Bull München vs. Straubing Tigers (13.03.2026)
// DEL - HIGHLIGHTS
„Greifen voll an“
Gegen eben jene Ingolstädter beginnt nun also mit der Playoff-Viertelfinalserie am 24. März die „geilste“ Zeit des Jahres. Und jetzt wollen wir auch unseren fünften DEL-Titel in die bayerische Landeshauptstadt holen. „Ingolstadt ist ein Top-Team“, betonte Christian Winkler und ergänzte: „Jetzt gilt es, noch einmal alles zu schärfen. Und dann greifen wir natürlich voll an.“ Die Bilanz in der Hauptrunde gegen die Panther liest sich schon mal gut, die Red Bulls gewannen drei von vier Aufeinandertreffen.

Ab 20:15 Uhr: Neville Rautert in der „Sport Arena“ auf münchen.tv// AKTUELLES

Wiederauflage des DEL-Finals 2023: Red Bulls treffen im Viertelfinale auf Ingolstadt// AKTUELLES

Red Bulls mit Heimrecht im Playoff-Viertelfinale – alle Infos zum Vorverkaufsstart// TICKETS