Weiterentwicklung im eigenen Spiel
Auffällig: Jahr für Jahr sammelt unsere neue Nummer 24, die Rückennummer seines früheren Idols Bryan McCabe (Verteidiger, Toronto Maple Leafs), für gewöhnlich reichlich Scorerpunkte. Schließlich hat Murphy seine Stärken an der gegnerischen blauen Linie. Der Spielmacher gilt als exzellenter Schlittschuhläufer mit einer starken Übersicht. Und trotzdem ist es ihm wichtig zu betonen, dass er sein Spiel im Laufe der Zeit weiterentwickelt habe. Er erklärt: „Ich habe es früher nicht gerne gelesen, ‚nur‘ ein einseitiger Offensivverteidiger zu sein. Beschreibungen wie diese haben mich angetrieben, ein kompletterer Abwehrspieler zu werden.“
Die Zeit in der NHL
Speziell auch die Erfahrungen in Nordamerika haben ihn geprägt und ihm somit auf seinem Weg geholfen. Gerade zu Beginn seiner NHL-Zeit habe er immer in jungen Mannschaften gespielt. „Es war schon hart. Wir mussten uns immer aufeinander verlassen können und dazulernen. Natürlich haben uns die älteren Spieler Tipps gegeben. Aber letztlich ist es Profi-Eishockey. Und die Leute erwarten, dass du dich professionell verhältst, jeden Tag in die Halle kommst und Leistung bringst“, blickt er zurück. Und noch etwas musste er lernen: „Man denkt, dass man zu den talentiertesten Jungs gehört. Und dann merkt man schnell, dass man es doch nicht ist“, gesteht Murphy lachend.
Leben und Leiden in der kanadischen Heimat
Mit viel Talent gesegnet sind zweifelsfrei auch die Toronto Maple Leafs, sein Lieblingsteam in der NHL. Allerdings gewann die so ruhmreiche Franchise letztmals 1967 den Stanley Cup. „Alle Mannschaften, die in der NHL in die Playoffs kommen, sind so gut. Wahrscheinlich geht es am Ende des Tages um das richtige Mindset. Du brauchst die richtigen Spieler. Und zwar diejenigen, die es lieben zu gewinnen. Und die, welche es hassen zu verlieren. Hoffentlich schaffen sie es in der nächsten Saison“, hofft Murphy.
Umso intensiver erlebte er den Sieg der Toronto Raptors, die 2019 die Meisterschaft in der NBA gewannen und damit bis heute den letzten großen Titel in die kanadische Millionen-Metropole brachten. „Im Anschluss zu sehen, wie in der Stadt gefeiert wurde, war ziemlich cool“, erinnert er sich. Murphy selber drückte den Basketballern live vor Ort als Zuschauer in zwei Halbfinalspielen die Daumen – mit Erfolg.
Geboren und aufgewachsen ist der leidenschaftliche Golfer allerdings in Aurora. Die Stadt gehört zu den wohlhabendsten Gemeinden in Kanada und liegt ungefähr 40 Kilometer von Toronto entfernt. „Es ist eine wunderschöne Stadt. Die Schulen und die Gemeinschaft sind großartig. Leider sind die Preise etwas zu weit nach oben gegangen“, erzählt uns Murphy von seiner Heimat. „Aber ich komme immer noch gerne zurück. Aurora ist eine Eishockeystadt und ich habe es geliebt, dort aufzuwachsen.“
Vor einigen Jahren zog Murphy zusammen mit seiner Frau Alisha übrigens nach Uxbridge, ebenfalls ganz in der Nähe. Beide sind seit Anfang 2024 stolze Eltern eines kleinen Sohnemanns mit dem Namen Mason. Im Herbst dieses Jahres bekommt dieser sogar noch einen kleinen Bruder.